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"Der Meistertitel wäre ein Traum"

Michael Liendl könnte heute mit Austria Wien als sechster Vorarlberger Österreichs Meister in der Bundesliga werden.

Bruno Pezzey, Adi Hütter Manfred Schneider, Adi Knoll, Helmut Metzler und Ramazan Öczan. Sagen Ihnen diese Namen etwas?
Michael Liendl:
Nicht alle, einige schon. Aber ich denke mir, dass diese Herren alle aus Vorarlberg stammen – und österreichischer Fußballmeister wurden.

Richtig. Und Sie können sich heute ebenfalls in diese honore Liste eintragen. Wird man bei diesem Gedanken nicht ein wenig nervös?
Liendl:
Nervös ist der falsche Ausdruck. Klar ist der Gedanke, Meister zu werden, im Kopf. Man denkt darüber nach. Aber nervös bin ich nicht, eher überwiegt die Vorfreude auf das heutige Match gegen Ried. Dass ich dann der siebte Vorarlberger mit einem Meistertitel sein könnte, würde mich schon stolz machen. Das wäre mein dritter Titel in drei ­Jahren. Meister mit Kapfenberg in der zweiten Liga, Spieler des Jahres in der zweiten Liga, und jetzt der Meistertitel. Doch dafür muss heute ganz viel zusammenpassen.

Sie sprechen es an. Die Austria muss gewinnen und Salzburg bei Sturm Punkte liegen lassen. In diese Situation habt ihr euch ja mit dem Sieg in Salzburg selbst gehievt. Was sind Ihre Erinnerungen an das Match bei den Bullen?
Liendl:
Das war ein Wahnsinns-Spiel. Das wahrscheinlich aufregendste in meiner bisherigen Karriere. Begonnen haben wir wieder ganz stark, dann sind wir aber leider etwas zurückgefallen. Und die Bullen haben mächtig Druck gemacht. Trotzdem hatte ich immer das Gefühl, dass wir einen Sieg holen können.

Da spielte sicher der Erfolgslauf der letzten Monate eine große Rolle.
Liendl:
Eindeutig. Wir haben nun insgesamt zwölf Mal 1:0 gewonnen. Das bringt natürlich enorm Selbstvertrauen. Und in unseren Köpfen steckt die Gewissheit, dass wir immer ein Tor machen können. Und ganz wichtig: wir sind eine eingeschworene Einheit.

Sie waren ja auch maßgeblich am Siegestor beteiligt.
Liendl (lacht):
Oh ja. Darauf bin ich auch stolz. Vor dem 1:0 wollten Zlatko Junuzovic und auch ich den Freistoß schießen. Darauf habe ich ihm vorgeschlagen, “Schnik-Schnak-Schnuk“ zu spielen. Im ersten Durchgang hatten wir beide “Stein“, den zweiten hat Zlati mit “Stein“ gegen meine “Schere“ gewonnen. Das Resultat war der Siegestreffer. Irgendwie schon verrückt.

Wie auch das darauffolgende aberkannte Tor der Salzburger.
Liendl:
Als die Kugel im Tor lag, bin ich am Platz auf die Knie gesunken und konnte es nicht fassen. Als der Schiedsrichter dann das Tor nicht gab, kannte die Freude in der Mannschaft keine Grenzen.

Haben Ihnen die Salzburger nicht ein wenig Leid getan?
Liendl:
Naja, wenn man nur mehr auf die Meisterfeier wartet, ist dieser Ausgang für die Spieler sicher hart. Aber in meinen Augen war die Entscheidung des Linien­richters richtig.

Wo soll denn nun der steile Aufstieg des Michael Liendl noch hinführen?
Liendl:
Jetzt will ich den Titel holen. Und dann werde ich einfach weiter hart an mir arbeiten. Und Geduld haben, denn das hat mich zu einem Stammspieler bei Austria Wien gemacht.

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