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Der letzte Arbeitstag eines Originals

Rümmele war 14 Jahre lang Bürgermeister in Dornbirn
Rümmele war 14 Jahre lang Bürgermeister in Dornbirn ©VOL.AT
Dornbirn - Nach 33 Jahren in der Stadtpolitik verabschiedet sich Bürgermeister Wolfgang Rümmele in die Pension. Wir besuchten das Dornbirner Original an seinem letzten Arbeitstag.

An diesem Mittwoch ist der Bürgermeister ein gefragter Mann. Die abendliche Sitzung der Gemeindevertreter will organisiert werden, und noch so mancher Weggenosse will den letzten Arbeitstag zum Abschied nutzen. Stress ist Rümmele aber nur begrenzt anzumerken, seine lockere Art lässt erst gar keine Unruhe aufkommen.

Seit 33 Jahren in der Stadtpolitik

Seit 1980 war der studierte Forstwirt und Biologielehrer des Stadtgymnasiums Teil der Dornbirner Stadtpolitik. Bereits 1984 übernahm er unter Bürgermeister Rudi Sohm das Amt des Vizebürgermeisters, kümmerte sich in seiner Amtszeit um Jugend, Kultur und Stadtentwicklung. Im April 1999 beerbte er Sohm als Bürgermeister Dornbirns und leitete seitdem 14 Jahre lang die Geschicke der Messestadt. 

Gute Stimmung in der Stadt

Auf seine Amtszeit blickt Rümmele mit Freude zurück. Die Erfolge der letzten Jahre seien aber nicht allein sein Verdienst: “Es ist ja nicht der Bürgermeister, der die Dinge macht, es sind alle anderen.” Er freut sich vor allem auf die Stimmung in der Stadt, ein Großteil der Einwohner sei stolz darauf, Dornbirner zu sein.

Es sei aber natürlich nicht alles Gold, was glänze. Man habe nicht immer allen helfen können, auch an sich selbst findet der 66-Jährige Kritikpunkte. Er sei immer ein Lehrer geblieben und er entschuldige sich, falls er einmal lehrerhaft gegenüber den Bürgern aufgetreten sei.

Reden waren sein Markenzeichen

Seine amüsanten Reden, die zu einem Markenzeichen des Bürgermeisters geworden sind, waren nicht immer ein Segen für Rümmele. Mit der Zeit hätte sich Druck aufgebaut, die Erwartungen der Zuhörer zu erfüllen. Glücklicherweise sei ihm dies meist gelungen.

Nun will sich der 66-Jährige vermehrt der Familie widmen und sich vor allem im Freien aufhalten. Zwar habe seine Nachfolgerin keinen politischen Rat notwendig, aber: Die Hauptaufgabe in der Position des Bürgermeisters sei es dafür zu sorgen, dass die Leute gut miteinander auskommen und die sie zu unterstützen, ehrenamtlich tätig zu sein. “Wenn das gelingt, hat man gewonnen.”

Interview mit Wolfgang Rümmele

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