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Der Letzte ist reif für die EM

Beim hochklassig besetzten Turn-Länderkampf in der Wolfurter Hofsteighalle belegte Österreich zwar den Schlussrang, erbrachte jedoch das interne Limit für die Teilnahme an der EM in Slowenien.

Europameister Rumänien gab sich beim Vierländerkampf in Wolfurt keine Blöße und siegte vor der Schweiz, Weißrussland und Österreich. Das Niveau war erfreulich, 21 Küren hatten den höchstmöglichen Ausgangswert von 10,000 Punkten, Top-Scorer war Rumäniens Olympiasieger Urzica mit der Endnote 9,800 am Pauschenpferd und 9,700 am Barren. Rumänien untermauerte damit seine Anwartschaft auf die EM-Team-Titelverteidigung in Ljubljana (15. bis 18. April).

Die Überraschung des Wettkampfes waren allerdings die Schweizer, die mit einem jungen Team vor dem Sprung an die europäische Spitze stehen. Neun Wertungen über 9,450 Punkte lassen die Eidgenossen bei der EM weit vorne erwarten. Ex-Weltmeister Weißrussland hatte einen schlechten Tag, beging viele Fehler, konnte das Potenzial selten ausschöpfen.

Ländle-Asse mit Schwächen
Ähnlich erging es Vorarlbergs Assen Thomas Zimmermann und Marco Baldauf ausgerechnet an ihren Spezialgeräten, an denen sie ganz vorne hätten mitmischen wollen. Zimmermann landete beim Sprung auf dem Hosenboden, stürzte auch am Pauschenpferd gleich zu Beginn der Kür ab und kam mit weiteren Unsicherheiten nur auf 8,400 Zähler. Er nahm es aber dennoch locker: „Ich habe nur an zwei Geräten geturnt, es war ja mein Comeback nach langer Pause. Vor der EM habe ich noch zwei Wettkämpfe, die Form wird steigen. Ich bin überzeugt, dass ich der Mannschaft bei der EM helfen kann”, gab sich der siebenfache österreichische Mehrkampf-Meister optimistisch.

Der zweite Top-Vorarlberger im ÖFT-Team, Marco Baldauf (24), verpatzte ausgerechnet Reck und Pauschenpferd, also jene Geräte wo er bei gelungenen Küren mit 10,000 Ausgangswert Weltklasseleistungen erbringen hätte können. „Ich trainiere ansonsten auf dem Gerät einer anderen Marke, die Umstellung fällt mir schwer”, bilanzierte der Dornbirner.

Nationaltrainer Dieter Egermann war in Summe dennoch zufrieden: „Wir haben das Limit überboten, die Jungen waren stark, obwohl gerade die Top-Scorer eher ausgelassen haben.” Das österreichische EM-Team 2004 werden Thomas Zimmermann, Marco Baldauf, Mario Rauscher, Marco Mayr und Arno Gasteiger bilden, also exakt die Länderkampfformation in Wolfurt.

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