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Der "Karate-Manager"

©Stiplovsek
Gerhard Grafoner organisiert alljährlich das internationale Karateturnier in Hard.

Am Samtag geht in Hard zum vierten Mal das Vorarlberger Mega-Event für Karatekas in Szene – der Championscup ist das zweitgrößte Turnier in Österreich. Diesmal sind 540 Sportler aus 14 Nationen, darunter Welt- und Europameister im Einsatz, ab 8.30 Uhr morgens dreht sich in der Sporthalle am See über zwölf Stunden lang alles nur um Karate: Auf fünf Kampfflächen werden 750 Kämpfe in 39 Kategorien (Kata und Kumite) ausgetragen, die besten für die Zuschauer auf Großleinwand übertragen. Der Karate-Verband hat eine komplette EDV-Anlage angeschafft, um auf Großbildschirmen die aktuellen Kampf-Infos zu zeigen. Sogar ein Stream auf die Karate-Homepage und ein Online-Link auf Facebook wurden eingerichtet.

„Mädchen für alles“

Zuständig für den Zeitplan und die reibungslose Abwicklung ist Gerhard Grafoner, der zusammen mit Johannes Purtscher als Turnierleiter fungiert. Der 42-jährige Harder ist nicht nur am Turniertag das „Mädchen für alles“: Die Vorbereitungen mit den Einladungen – viele Sportler werden auf Turnieren angesprochen – laufen Monate vorher an, ab Dezember geht es mit Volldampf los. Die Weihnachtsferien stehen dann völlig im Zeichen des Championscups. Da sind Hunderte E-Mails zu beantworten, Unterkünfte zu organisieren, Zu-, Absagen und Änderungen einzubauen.

Fast ein Ganzjahresjob

„Die Turnierleitung ist schon fast ein Ganzjahresjob für den Johannes und mich“, so Grafoner, „am Abend sitze ich oft lange vor dem Laptop. Da kommen leicht ein paar Hundert Arbeitsstunden zusammen.“ Der Lohn ist ein Topturnier, das international hohes Ansehen genießt: „Das Teilnehmerfeld wird jedes Jahr besser, diesmal haben wir sogar das französische Nationalteam am Start – das war seit Jahren unser Traumziel. Die hätten wir sogar zu Hause abgeholt, so müssen wir sie nur aus Zürich herbringen“, berichtet Grafoner stolz. Viel Teilnehmer, viel Ehr’ – und viel Arbeit. 120 Helfer aus allen Karateklubs des Landes sind im Einsatz, um die Mammutveranstaltung über die Bühne zu bringen.

Perfekte Organisation

Die perfekte Organisation hat sich in der Szene herumgesprochen: „Man sieht des Öfteren, dass Teilnehmer als Erinnerung die Halle fotografieren“, lächelt Grafoner, „Daniel Devigili ist sogar bei einem Trainingslager in ­Norddeutschland auf das Turnier angesprochen worden.“ Am 1. Jänner wurde das Anmeldeportal im Internet geschlossen, Topleute aber auch danach noch angenommen. Der „Karate-Manager: „Wir könnten locker 800 Teilnehmer haben. Aber irgendwann ist das an einem Tag nicht mehr zu bewältigen, der Zeitplan ist so schon jedes Mal eine gewaltige ­Herausforderung.“ Für Grafoner, der als Aktiver im Nationalteam einen fünften und siebten WM-Platz zu Buche stehen hat, ist Karate eine Lebenseinstellung, da gehört das Training mit dem Nachwuchs im Verein dazu: „Wobei ich auch da gerne mal mitmache. Ich komme eh zu selten dazu . . .“

zur Person

Gerhard Grafoner Sportlicher Leiter KC Lauterach und Landesfachverband Vorarlberg Geboren: 6.11.1968 Beruf: Einkäufer/Disponent LTW Intralogistico Wolfurt Familie: Frau Claudia, Kinder Kathalina 3, Christina 1

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