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Der Hahn im ÖSV-Korb

Bode Miller ist im Kampf um den Gesamt-Weltcup der große Herausforderer des ÖSV-Trios Benjamin Raich, Hermann Maier und Stephan Eberharter.

Still und heimlich hat sich der stets am Limit fahrende „Crash-Pilot” aus Übersee wieder an die Weltcup-Spitze herangepirscht, zehn Rennen vor Schluss trennen Miller nur noch 133 Punkte vom aktuellen Leader Benjamin Raich. Die Favoritenrolle schiebt der Doppel-Weltmeister von St. Moritz 2003 (Kombination und Riesentorlauf) dem Pitztaler Benni Raich zu: „Wenn Raich konstant fährt, dann wird er ganz schwer einzuholen sein.”

Der 26-Jährige, der in dieser Saison bereits acht Mal ausgeschieden ist, hat aber noch lange nicht die Flinte ins Korn geworfen. „Die Situation ist sehr interessant, ich werde bis zum Schluss weiterkämpfen”, meinte Miller, der noch keine einzige Kristallkugel gewonnen hat und im Gesamt-Weltcup die Endplatzierungen vier (2001/2002) und zwei (2002/2003) vorzuweisen hat. Und der US-Boy weiß vor dem St. Anton-Wochenende mit Abfahrt (Samstag) und Slalom (Sonntag), dass auch die Konkurrenz vor Ausfällen nicht gefeit ist:

„Wenn Raich einmal ausfällt und ich gewinne, sind es auf einmal nur noch 30 Punkte Rückstand.”

Der Schlüssel zu Millers Erfolg ist die konstante Slalom-Form. Während der Sieger von zehn Weltcup-Bewerben (u.a. drei Slaloms) lange Zeit nur durch bemerkenswerte Ausfallserien im Torlauf auf sich aufmerksam gemacht hat, fährt Miller nun wieder auch zwischen den Kippstangen ausgezeichnet. So belegte Miller in den vergangenen drei (anspruchsvollen) Slaloms die Ränge vier (Kitzbühel und Schladming) sowie zwei (Adelboden).

Diese Tendenz will das US-Aushängeschild am Wochenende in Österreich fortsetzen. Auch Headcoach Phil McNichol hofft auf den ersten US-Gesamt-Weltcup-Sieg seit 1983 (Phil Mahre und Tamara McKinney) hofft.

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