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Der große Lätsch

Der Traktor des Lebens zieht das Alltagsleben weiter. Schlachtpartien, Martinimärkte, Ganslessen sind abgehakt. Kekslebacken beginnt, Carla kriegt alte Winterkleider, erste Weihnachtsmärkte tauchen auf, Strohsterne sind gebastelt, Spendenbriefe schleichen durch den Briefschlitz, bald folgen die ersten Weihnachtsfeiern, Einkaufsgutscheine drängen sich auf, Hohohoweihnachtsmänner todeln aus den Kellern, Bauämter montieren Weihnachtsgelämpe in den Straßen, Erdölschokonikoläuse starren aus den überfüllten Weihnachtsregalen, letzte Winterreifen werden gewechselt, 2017-er Kalender plangern, Weihnachtsfeiertage werden geplant. Wer kommt heuer zu wem wohin. Zaghaft noch zeigt sich der Schnee über 800 m. Die jährliche Heliskiingdiskussion nervt, Schilifte laufen Probe.

Das „Alle Jahre wieder“-Programm läuft. Der Verkehr hat wieder zugenommen, die Islamisten auch. Es gibt auch heuer wieder mehr einheimische Europas und -omas, jüngeln tun die Zweiheimischen. Auch die Klimaschützer sind wieder mehr geworden; man flog heuer ins schöne Marakesch um dort den neuen „Klimaschutz“-Plan „abzusegnen“, statt um die nächste Eiszeit zu beten. Ein paar Erdbeben rütteln an der Weltoberfläche. Gestörte Gottesstaatler räubern im Westen, gebombt wird wieder in Syrien, geflüchtet übers Mittelmeer, gemauert auf der Balkanroute, eingesperrt in der Türkei. Die Polen graben Flugleichen aus, die Briten hauen ab und kommen nicht vom Fleck. Österreich verliert wieder wie früher im Praterstadion, Ö-Fans trotten im Dunkel mit gesenkten rotweißroten Stieglbräufahnen nach Hause, Iren singen falsch in der U2. Daneben geht grad die Buchmesse zu Ende. Es kommen noch mehr Krimi und Kochbücher heraus.

Ängste und Befürchtungen schwirren bei den Besseren herum, die Schlechteren hoffen auf den Mindestlohn. Seit Trump gibt es wieder mehr Weltuntergänge. Brave Bürger (Bessere) sorgen sich um ihr Erspartes und geben die Sorge um die Demokratie vor. Greenpeace und Amnesty kriegen heuer mehr. Alle TV-Talk-Talker talken über Trump, den talkatn Bua, der in den USA Präsi geworden ist. Man gibt sich empört. Österreich kriegt am 4. Dezember die grüne Schlaftablette oder die blaue Schmalzlocke am Stock. Der Volk bemerkt inzwischen, dass seine Volksverteter (Labg & Nabg) durchgehend keine Geistesriesen sind, sondern aus dem 2. Klassenzug: pragmatisierte Gehaltsdemokraten.

Der Volk tritt zuletzt die Political Correctness in den A. Das schmerzt die Sprachpolizisten, sie flüchten wieder in die Fachbuchwelt. Endlich. Klartext scheint wieder gefragt. Kurz bleibt kurzsichtig und fordert die Beendigung der Türkeigespräche, die EU bleibt weitsichtig und will weiterverhandeln. Dem Volk bleibt der große Lätsch.

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