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Der "Gesundmacher"

Bernd Klisch fühlt sich in seiner neuer Funktion schon wie zu Hause.
Bernd Klisch fühlt sich in seiner neuer Funktion schon wie zu Hause. ©VOL.AT/Steurer
Zwischenwasser - Nach personellen Turbulenzen soll Bernd Klisch den aks in ruhigere Gewässer führen.

Er hat Theologie studiert und wollte sich zum Missionar weihen zu lassen. Doch Bernd Klisch blieb den weltlichen Gefilden erhalten. Nicht zuletzt dank einer Frau, die er während seiner Missionarsausbildung in Kenia kennenlernte. „Sie zu heiraten war eine gute Entscheidung“, befindet er heute noch. Von der Technik in den Sozial- und schließlich Gesundheitsbereich zu wechseln ebenfalls. Seit 1. Februar ist der Fachhochschul-Magister neuer Geschäftsführer des Arbeitskreises für Vorsorge- und Sozialmedizin (aks).

Umstrukturierung

Nach einem personell turbulenten letzten Jahr, in dem einige Führungskräfte nicht ganz friktionsfrei das Handtuch warfen, soll Bernd Klisch die Einrichtung nun in ruhigere Gewässer steuern. Damit verbunden ist eine gründliche Umstrukturierung. Die vielen Gesellschaften, in die der aks unterteilt war, werden wieder vereint. Der 48-Jährige freut sich auf die neue Herausforderung. Denn der Gesundheitsbereich hat es ihm angetan, zumal er privat ebenfalls auf eine gesunde Lebensweise schwört. Etwa auf Bewegung in der Natur, die dem Langstrecken- und Bergläufer höchste Lebensqualität beschert. Aber nicht nur das ist nach Ansicht von Bernd Klisch wichtig für die Gesundheit des Menschen. „Es gehört auch eine sinnvolle Tätigkeit dazu“, sagt er. Selbst fand der HTL-Absolvent über das Theologiestudium und den Zivildienst bei der Lebenshilfe Vorarlberg zu einer sinnerfüllenden Arbeit.

Im Zentrum der Gesundheit

Mehr als zwanzig Jahre verbrachte der gebürtige Bludenzer dort in leitenden Funktionen. Dann wechselte er als Controller in die Abteilung „Gesellschaft, Soziales & Integration“ beim Amt der Landesregierung und absolvierte zudem berufsbegleitend an der Fachhochschule Krems den Studiengang für Gesundheitsmanagement. Bernd Klisch verhehlt nicht, dass er den Umstieg vom Sozial- in den Gesundheitsbereich „immer im Hinterkopf hatte“. Als sich die Chance beim aks ergab, griff er zu. Dabei setzte sich Klisch gegen mehr als vierzig Bewerber durch. Jetzt sitzt er im „Zentrum der Gesundheit“, das 22 Standorte umfasst und jährlich rund 15 Millionen Euro umsetzt.

Zusammenarbeit

Sein interimistisch tätiger Vorgänger Dr. Beat Rünzler brachte noch ein neues und einfacheres Strukturkonzept auf Schiene. An Bernd Klisch liegt es nun, ihm Geschäftigkeit einzuhauchen. „Unsere große Stärke ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit“, so Klisch. Die will er aktivieren, indem sich die Bereiche innerhalb des aks wieder näherkommen. Daher wird die Zahl der selbstständigen Tochtergesellschaften von sieben auf zwei reduziert. Als einen besonderen Schwerpunkt bezeichnet Mag. (FH) Bernd Klisch auch die Weiterentwicklung der Qualität bei den vielfältigen Gesundheitsdienstleistungen. „Wir können den Leuten die Verantwortung für ihre Gesundheit nicht abnehmen, aber wir können sie bei den Bemühungen auf dem Weg dorthin unterstützen“, betont Klisch. Und das soll eben Niveau haben.

Zur Person

Mag. (FH) Bernd Klisch
Geboren: 1963 in Bludenz
Familienstand: verheiratet, ein Sohn (25)
Wohnort: Batschuns
Beruf: Geschäftsführer des Arbeitskreises für Vorsorge- und Sozialmedizin (aks)
Hobbys: Berge, Natur, Laufen

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