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Der Frühstücksphilosoph

Irgendwann im Jänner erscheint er zum ersten Mal in der VN und spendet dem verdutzten Volk nach kurzer Abstinenz einen großen Wörterhaufen höchster Erkenntnisse Höchster Erkenntnisse. „Politisches Wellnässertum“ ist über den Volk gekommen. Einer der 3 lebenden Ex-LH ist unter dem Pseudonym Pater Susa Gruber auf die A3 der VN als Samstagprediger zurückgekehrt. Raffiniert getarnt als „politischer Spaziergänger“ (Ambulator politicon) schüttet er sein Füllhorn altvaterischer Verwaltungsweisheiten aus.

„Ist dem Opa langweilig geworden als Enkeltreiber?“ fragt einer. „Kopiert er den Kreisky aus Mallorca?“, mutmaßt ein anderer. Ein dritter vermutet, dass der Ambulator seinem Nachfolger wohl Lektionen erteilen will. Eine ältere Dame meint, das sei eine Gemeinheit gegenüber dem jungen Frastanzer LH, der sich doch so rührend bemühe, die Politik noch ideenfreier zu halten als sein Vorgänger. Ein Schwarzer schimpft: „Das ist ein abgekartetes Spiel um den Jungen gefügig zu machen“. Das mediale Licht Höchster Weisheit stellt tatsächlich den Jungen in einen seltsamen Schatten. Ein ÖVP-Mitglied poltert: „Dieser selbsternannte Schlotterdeik aus Höchst schädigt die Partei!“ Die Angst, noch mehr gezählte Stimmen zu verlieren als der Ex-LH schon in der Vergangenheit von Wahl zu Wahl verloren hatte, treibt die Kritik an.

Die Zanzenberger Beobachtungsstelle für Plotikeri wartet vorerst ab, ob nicht bald eine Seite mit dem Rankler Herbert I. oder dem Thüri Martin folgt. Aber die würden das wohl ablehnen. Rotz blitz! Im Februar erscheint der Ambulator neuerlich und präsentiert seine höchst bekannte Hausverstandslehre. Über allem stehe der Hausverstand. Ein Knüller, nicht? Nicht wenige überblättern diesmal A3 am Sa-Morgen, um aufgeweckt zu bleiben. Wer aber Pater Susa Grubers Wörterhaufen höchster Afterjob-Erkenntnisse erneut liest, findet auch noch, kaum zu glauben, ein Franz Michel Felder Zitat dabei, das Grubers Hausverstandslehre krönt. Die Gespräche mit dem politischen Ambulator kommen jetzt monatlich. Also noch 9! „O Schmerz, wie zittert das gequälte Herz“ – die Zanzenberger Plotikeribeobachtungsstelle legt die Matthäuspassion auf. „Wem wird hier ein Ei gelegt?“ Ein Fan des Höchster Ambulatoriums verteidigt, keiner könne „so wunderbar ernsthaft lang weilen bei Plattitüden“, keiner verstehe es besser, „mentale Allgemeinplätzchen in netten Sätzchen“ zu verabreichen wie Pater Gruber. Rotz blitz! März! Susa segnet weiter. Die 3. Folge des Höchster Ambulators ist da.

„Das eine tun und das andere nicht lassen“, sagte vor 35 Jahren der Rankler Häuptling Herbert I. Stimmt! Man müsste nur das „nicht“ um 4 Wörter nach vor schieben. Lasset uns betteln!

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