Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Denkmal für Lebenskünstler

Das ORF-Funkhaus platzt aus allen Nähten. Vorarlbergs Blueslegende Walter Batruel galt es die Ehre zu erweisen. Präsentiert werden eine Filmdoku und ein Bildband.

Walter Batruel stammt, natürlich, aus Hohenems. Der Blues ist für ihn von Jugend an zum fast einzigen Lebensinhalt geworden. Zusammen mit Hermann Schartner, Gitarre, Dieter Kyzia, Bass, und dem Drummer Martin Hämmerle gründet Batruel 1965 die legendären „Gamblers“, die erste Rockband des Landes.

Die langen Haare waren damals für sie Statussymbol: „Je länger die Haare waren, desto aggressiver sind die Leute geworden“, so Martin Hämmerle. Ungeachtet dessen erlebt die damals auch als „Gammlers“ geächtete Band bis heute mehrere Revivals. Walter Batruel prägt aber nicht nur diese Band, er ist vor allem solo eine Nummer für sich, mit der „kleinsten Big-Band der Welt“ – seiner „Bluesmaschin“.

Das ist eine selbst gebastelte Einrichtung, mit der er gleichzeitig singen, Mundharmonika, mit den Händen Gitarre und den Füßen Schlagzeug spielen kann. „Ein Gesamtkunstwerk“, so Reinhold Bilgeri.

„Costa del Rhi“

Hunderte von Konzerten, von Berlin bis Mallorca, stehen heute nach 45 Jahren zu Buche. Seine Freizeit verbringt Batruel sommers bevorzugt an der „Costa del Rhi“, einem Flecken samt Floß und Baumhütte am Alten Rhein: „Blues ist auch etwas Erdiges, Ursprüngliches. Genauso wie die Natur.“ Ein Lebenskünstler eben.

Für seine 50-minütige Filmdoku „Blues ischt mi Leaba“ ist Simon Adamek als Kameramann und Regisseur seinem Objekt ganz schön detailreich zu Leibe gerückt, in einer ebenso abenteuerlichen wie faszinierenden Mischung aus alten Filmschnipseln von „Gamblers“ oder „Flint“ 1970 und unscharfen, verwackelten, verfremdeten, mit Grafik aufgepeppten Einstellungen.

Aber es gelingt ihm, damit genau jene Atmosphäre zu schaffen, die der Welt Batruels gerecht wird. Und ein Werk, das sich den üblichen Bewertungskriterien entzieht. Wegen Problemen mit Rechten ist der Streifen nicht verkäuflich. Dafür gibt es Adameks liebevoll gestalteten Bildband mit Bildern und Zitaten aus dem Film.

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Kultur
  • Denkmal für Lebenskünstler
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen