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Denkmal für Hemingway in Schruns

Schruns - Auf den Spuren von Ernest Hemingway, dem wohl berühmtesten Langzeitgast in Schruns, kann man im Montafon vielerorts wandeln. Nun soll auch ein Denkmal an ihn erinnern.

Kein heimischer Tourismusführer, in dem nicht auf den weltberühmten Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger hingewiesen wird, der in den Jahren 1924/25 und 1925/26 Winterurlaub im Montafon machte. Neben ausgedehnten Skitouren, die der junge Ernest Hemingway hier unternahm, schrieb er auch – inspiriert von der alpinen Landschaft, vom Kirschschnaps und von verbotenen Pokerrunden – an seinem ersten Erfolgsroman „Fiesta“.

Viele Ausstellungsstücke erinnern heute an Hemingways Montafon-Aufenthalt: Von Fotos und Dokumenten über Original-Schreibmaschine aus der Zeit bis hin zum alten Montafonertisch, an dem die legendären Pokerrunden stattfanden – das alles gibt es. Nur eines nicht: Ein Denkmal für den weltberühmten Gast aus den Anfängen des Tourismus. Das aber wird sich nun ändern.

Im kommenden Oktober soll ein zwei Meter hohes Hemingway-Denkmal auf dem Schrunser Kirchplatz errichtet werden. Das auf einem Betonsockel ruhende Ehrenmal aus schwarzen, geschliffenen afrikanischem Granit und einem Felsstück aus Silvretta-Gneis ist mit einer Bronze-Büste des Schriftstellers versehen. Das Denkmal soll so installiert werden, dass der bronzene Hemingway-Kopf, taleinwärts in Richtung Silvretta blickend, von beiden Seiten im Profil deutlich sichtbar ist.

Initiator des Projekts ist der 68-jährige Autor und Mitbegründer des Filmfestivals Alpinale, Günther J. Wolf, aus Bludenz, der sich seit Jahrzehnten leidenschaftlich mit der Literatur und der Lebenswelt von Ernest Hemingway befasst. „Die Idee zu diesem Denkmal wurde schon 1999 geboren, anlässlich der Gedenkfeiern im Montafon zum 100. Geburtstag von Ernest Hemingway“, erzählt der Verfasser des Buches „Paradies ohne Wiederkehr – Hemingway im Montafon“.

Nachdem Günther J. Wolf das ehrgeizige Projekt auch aufgrund fehlender Geldmittel zunächst einmal für Jahre zurückstellen musste, ging er sein Vorhaben zuletzt mit voller Überzeugungskraft unter dem Motto „Jetzt oder nie“ noch einmal an. In dem Bludenzer Künstler Reinhold Schmidt fand er zudem einen engagierten Mitstreiter. „Die Grundkonzeption des Denkmals erfolgte durch ihn“, bekräftigt Wolf. Die Ausarbeitung oblag dem Steinmetz Karl Schwer.

„Dass es schließlich mit der Verwirklichung des Hemingway-Denkmals doch noch geklappt hat, ist vor allem auch den vielen Sponsoren, von Institutionen über Unternehmen bis hin zu den Banken, zu verdanken, die sich für die Idee begeistern konnten“, streicht Günther J. Wolf heraus, dass „die Finanzierung ohne Verwendung öffentlicher Mittel“ bewerkstelligt werden konnte.

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