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Den Norden Italiens entdecken

Wenn man an Rundreisen und Italien denkt, erscheinen unweigerlich Impressionen von der Toskana und Sizilien vor dem geistigen Auge. Dies sind ohne Frage schöne Regionen, die eine Reise wert sind, doch es lohnt sich auch andere „Ecken des Stiefels" kennenzulernen.

Der Norden Italiens ist eine dieser Ecken. Die vergleichsweise kurze Anreise und günstige Angebote großer Online-Reiseanbieter wie etwa ferien.de oder Opodo.de erleichtern auch Unentschlossenen die Entscheidung für eine Reise ins nördliche Italien. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Rundreise vom schönen Verona, über die Modestadt Mailand in das ligurische Genua? Ein weiterer Vorteil für all diejenigen, die am Reiseziel nicht auf das eigene Auto oder Motorrad verzichten möchten: Ab 14. Juni dieses Jahres gibt es einen neuen ÖBB-Nachtzug, der zweimal wöchentlich von Wien nach Verona fährt.

Verona – Die Stadt von Romeo und Julia

Morgens in Verona angekommen, kann die Stadt nach einem ausgiebigen Frühstück an der Piazza Brà erkundet werden. Sie liegt direkt an der Arena von Verona, die nach dem Kolosseum in Rom das zweitgrößte italienische Amphitheater ist. Heute ist sie Schauplatz berühmter Opernaufführungen. Opernfreunde müssen jedoch schnell sein. Die Karten für Aufführungen sind sehr begehrt und können hier gebucht werden. Nach der Besichtigung der Arena geht es weiter zur Festung Castelvecchio mit der Ponte Scaligero. Der frühere Herrschaftssitz der Familie Scala beherbergt heute ein sehenswertes Museum. Nur einen Katzensprung von der alten Festung entfernt liegt der antike Triumphbogen Arco die Gavi. Von dort aus geht es weiter zum alten römischen Stadttor und der Piazza delle Erbe. Letztere stellte im antiken Verona das Stadtzentrum dar und gehört heute zu einem der schönsten Plätze Italiens. Er lädt mit seinen historischen Fassaden zum Verweilen ein. Von hier aus sind es nur wenige Schritte zum Haus der Julia. Den Abend kann man in einem der nahegelegenen Restaurants ausklingen lassen.

Die Modestadt Mailand

Die etwa 160 Kilometer von Verona nach Mailand sind in weniger als zwei Stunden gefahren. Der Besuch in Mailand beginnt am Castello Sforzesco. Das Schloss aus der Renaissancezeit beherbergt heute eine Pinakothek, zahlreiche Museen und Bibliotheken. Der dahinter gelegene öffentliche Schlosspark ist mit seinen Wiesen und Teichen ein Ort der Erholung, den auch viele Mailänder zu schätzen wissen. Von dort geht es weiter in die Piazza die Mercanti, deren Umgebung mit zahlreichen bedeutenden Gebäuden aufwartet. Eines dieser Gebäude ist der Mailänder Dom, nach dem Petersdom die zweitgrößte italienische Kirche. Nach einer Besichtigung von innen und außen, empfiehlt es sich die Domterrassen zu besteigen. Von hier aus bietet sich ein einmaliger Blick über die ganze Stadt. Von dort geht es auf direktem Wege zu der Piazza della Scala, mit dem Standbild Leonardo da Vincis und dem Opernhaus, der Mailänder Scala. Nicht fehlen sollte auch ein Besuch des Dominikanerklosters Santa Maria delle Grazie, in dessen Speisesaal sich das weltberühmte Gemälde „Das letzte Abendmahl” von da Vinci befindet. Ein perfekter Abschluss für den Abend ist ein Bummel am Naviglio Grande. Zahlreiche Restaurants und Bars laden hier zum Einkehren ein.

Genua – die Stadt des Kolumbus

Von Mailand aus geht es etwa 150 Kilometer weiter gen Süden in das ligurische Genua. Die Hafenstadt, von ihren Bewohnern „La Superba” (die Stolze) genannt, hat mehr zu bieten, als ihr Ruf verlauten lässt. Wer genauer hinsieht, entdeckt eine interessante und faszinierende Metropole. Das erste Ziel ist das alte Stadttor, in dessen unmittelbarer Nähe sich das Geburtshaus von Christoph Kolumbus befindet. Von hier aus kann man das Altstadtlabyrinth mit seinen engen Gassen erkunden, in denen sich Geschäfte und Restaurants aneinanderreihen. Bei einem Bummel durch die kleinen Gässchen sollte man in jedem Fall die für Genua typische Focacceria kosten. Einen starken Kontrast zu der mittelalterlichen Altstadt bilden die Paläste und Patrizierhäuser in der Via Garibaladi und der Via Balabi, allen voran der Palazzo Ducale, der heute das größte Kulturzentrum Genuas beherbergt. Nahe der Altstadt befindet sich der alte Hafen mit seinen breiten Uferpromenaden, Museen und Restaurants. Nicht zu vergessen das Aquarium von Genua, das das Zuhause zahlreicher exotischer Tiere darstellt. Als krönender Abschluss der Reise, bevor man die 290 Kilometer zurück nach Verona antritt, sollte man einen Sonnenuntergang am Hafen erleben. Vor der Kulisse des Wahrzeichens der Stadt, dem alten Leuchtturm, und dem Palazzo di San Giorgio lässt sich der Abend an der Promenade wunderbar ausklingen.

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