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Den Nachwuchs im Dorf halten

Das Klischee vom „wilden Wälder“ bedient er nicht. Im Gegenteil. Günter Meusburger zählt eher zu den Ruhigen seiner Altersklasse. Es sei denn, man legt ihm das richtige Thema in den Mund. Die Jugend ist so eines.

Da redet der Bizauer wie ein Buch. Aber das soll er auch. Schließlich tritt er heute sein Amt als zweiter Jugendkoordinator für den Bregenzerwald an. Janine Bereuter freut sich über die Verstärkung.

Gemischte Gefühle

Konkrete Vorstellungen kann sich Günter Meusburger von seinem neuen Job noch nicht machen. „Die Aufgabenteilung wird erst geklärt“, sagt er. Und er geht mit gemischten Gefühlen ans Werk. Da ist zum einen die Freude darüber, etwas bewegen und verändern zu können. Andererseits weiß der 21-Jährige auch um die noch immer vorhandenen Schwierigkeiten, Forderungen der Jugend auf politischer Ebene durchzusetzen. „Es gibt viele Bürgermeister, die sehr kooperativ sind“, nennt Meusburger die Gemeinde Alberschwende als aktuelles Beispiel. Dort wurde erst unlängst ein neuer Jugendraum eröffnet. Noch etwas zäh läuft die Sache allerdings im hinteren Bregenzerwald.

Doch Günter Meusburger will daran arbeiten. Ebenso wie am Image der Jugend und an der Vernetzung der zahlreichen Jugendinitiativen. „Die Jugendlichen sollen im Dorf bleiben und wieder mehr Bezug zu ihrem Ort bekommen“, wünscht sich der HTL-Absolvent. So, wie das bei ihm war. Er engagiert sich seit fünf Jahren in der Jugendarbeit seiner Heimatgemeinde.

Harte Konkurrenz

Bereits als Hauptschüler ging Meusburger mit älteren Kollegen in den Jugendraum. „Man kam sich richtig erwachsen vor“, erzählt er und schmunzelt bei der Erinnerung daran. Schon zwei Jahre später leitete er den Offenen Jugendraum Bizau. „Die Zeiten sind schwierig geworden für Jugendräume“, muss Günter Meusburger heute zugeben. Discos, die zum Teil ab 16 zugänglich sind, erweisen sich als harte Konkurrenz. Für ihn persönlich sind sie „nicht das Wahre“. Deshalb legte sich der begeisterte Fußballer mächtig ins Zeug, um den Bizauer Nachwuchs im Dorf zu halten. „Die Programme der Jugendräume müssen anspruchsvoll sein. Die Jugend ist es auch“, weiß er. Sein Konzept, das auf Veranstaltungen verschiedenster Art basiert, ging auf. Fünf neue Mitglieder konnte der Verein heuer gewinnen. „Das ist viel nach der langen Durststrecke“, freut sich der junge Mann.

Mut zur Umsetzung

Die Aussicht, seine Erfahrungen in größerem Rahmen einbringen zu können, motivierte ihn schließlich, sich um das Amt des zweiten Jugendkoordinators zu bewerben. Die Voraussetzungen bringe er mit, meint Günter Meusburger ruhig, aber selbstbewusst. Und die wären? „Offenheit, mit den Leuten reden, ihnen aber auch zuhören können, gute Ideen und Mut, sie umzusetzen“, lautet die prompte Antwort. Welcher Art seine Ideen sind, will er indes noch nicht verraten. Erst die Chancen auf Realisierung ausloten, dann reden. Gar nicht so schlecht, der Vorsatz.

ZUR PERSON

Günter Meusburger

Geboren: 4. November 1986 in Bezau
Wohnort: Bizau, ledig
Beruf: Jugendkoordinator
Hobbys: Fußball, Skifahren, Gitarrespielen

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