Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Dem Ziel Olympia alles unterordnen

Snowboarder Markus Schairer blickt drei Tage nach seinem Sturz schon wieder optimistischer in die Zukunft.
Snowboarder Markus Schairer nach seinem Sturz

In seinem Gesicht sind die Spuren seines „Abflugs“ noch deutlich zu sehen, doch ist Markus Schairer nicht viel anzumerken, als er aus dem Auto steigt. Es ist 15.30 Uhr, als der Snowboard-Weltmeister, von München kommend, in Dornbirn eintrifft und im Olympiastützpunkt kurz haltmacht. Eine improvisierte Pressekonferenz, bei der der 22-Jährige schon wieder lachen kann, ein kurzes Gespräch mit dem Team vom Sportservice – und wenig später setzte sich der Montafoner erneut ans Steuer seines Autos, um in die Klinik von Dr. Christian Schenk zur Untersuchung zu fahren. Im VN-Gespräch lässt Schairer noch einmal die letzten Stunden Revue passieren. An den Sturz hat er keine Erinnerung mehr. Nur so viel: „Watanabe war plötzlich quer vor mir, danach hat es mir alles gelöscht.“ Dafür entlocken ihm seine ersten Worte nach dem Sturz einen Lacher. „Als ich aufgewacht bin, habe ich Luki (Anm. d. Red.: Lukas Grüner) gefragt: Hey Luki, hab ich gewonnen? Seine Antwort war nur: „Nein, du liegst auf der Piste.“ Nach der Erstversorgung im Krankenhaus wollten ihn die Ärzte eine weitere Nacht stationär behalten und beobachten. „Das kam für mich nicht in Frage. Ich wollte nach Hause fliegen.“ Die Schmerzen haben, so erzählt der SBX-Weltmeister, relativ schnell nachgelassen. „Bei der Prellung vor zwei Jahren war es schlimmer“, erinnert sich Schairer. Deshalb sei er auf eigenen Wunsch aus dem Krankenhaus entlassen worden. Mit im Gepäck eine CD mit Röntgenbilder und ein Schreiben für eine Flugerleichterung in Form eines Liegesessels im Flugzeug.

Die Angst der Mutter

Doch die Angestellten bei United Airlines hatten kein Erbarmen mit dem verletzten Snowboarder. „7000 Dollar wollten sie für eine Umbuchung in die Buisnessclass“, erzählt Schairer. So blieb ihm nur ein Sitzplatz. Dies sei dann nicht so schlimm gewesen, allein beim Drehen war der Schmerz allgegenwärtig. Ein wenig „schmerzhaft“ könnte auch seine Heimkehr ausfallen. Mit einem verschmitzten Lächeln erzählt er von der Drohung seiner Mutter am Telefon: „Sie meinte nur: Erstmal kriegst du eine Ohrfeige, dann etwas zu essen.“ Dann klärt Schairer auf: „Ich habe ihr nur geschrieben, alles sei gut verlaufen und es sei nicht so schlimm. Dann hat sie am Sonntag den Sturz im Fernsehen gesehen und war natürlich total geschockt. Dabei wollte ich nur, dass sie sich nicht aufregt.“ Hat er seinen Sturz schon gesehen? „Nein, aber ich werde ihn mir schon anschauen. Es interessiert mich einfach, was passiert ist. Verarbeiten muss ich nichts mehr, das ist bereits geschehen.“

Lange Untersuchung

Von Dornbirn aus fuhr Schairer mit seinem Manager Chris Speckle nach Schruns zu Dr. Christian Schenk. Neben Röntgenaufnahmen wurde auch eine MR-Tomographie gemacht, um mögliche Schäden an der Wirbelsäule zu erkennen. Festgestellt wurden dabei drei gebrochene Rippen, zwei weitere sind angeknackst. Laut Schairer „problemlose Brüche“. Nur eine Rippe, im unteren Bereich, rechts hinten, könnte die Olympiaträume ein wenig behindern. Zwei Wochen vor dem Boardercrossrennen bei Olympia versprüht der Vorarlberger aber schon wieder Optimismus. „Ich werde ganz sicher nach Vancouver reisen. Und wenn ich schon dort bin, dann starte ich auch.“

Schairer im Interview: „Chance ist 90 Prozent, nein höher“

Nach der Untersuchung bei Dr. Christian Schenk in Schruns geht Markus Schairer von einem Olympiastart aus. Wie sieht die erste Diagnose aus?

Markus Schairer: Es wurde ein Röntgen gemacht. Drei Rippen sind gebrochen, zwei angeknackst. Allerdings alles glatte Brüche, sodass einem Olympiastart nichts im Wege steht. Zudem wurde noch ein MR gemacht, um ganz sicher zu gehen.

Sie gehen also von einem Olympiastart aus?

Schairer: Ja, es spricht im Moment nichts dagegen. Die Chance liegt bei 90 Prozent, nein eigentlich viel höher. Selbst bei einem Sturz sollte es keine Probleme geben. Ich will dabei sein und werde auch alles dafür tun.

Wie werden Sie die Tage vor Vancouver verbringen?

Schairer: Viel Ruhe, schlafen, Therapie machen und vielleicht hin und wieder aufs Fahrrad steigen. Am 8. Februar werde in nach Kanada reisen, das Training dort aber eher auslassen.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg Sport
  • St. Gallenkirch
  • Dem Ziel Olympia alles unterordnen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen