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Dem Sport alles unterordnen

Die 29-jährige, in Vorarlberg lebende Holländerin Yvonne van Vlerken ist in die Triathlon-Welt­spitze aufgestiegen.

Yvonne van Vlerken, Profi-Triathletin mit Wahlheimat Schwarzach, kürte sich beim Ironman in Hawaii zur Vizeweltmeisterin auf der Langdistanz. 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,1 km Laufen waren zu bewältigen. Die 29-Jährige bestätigte mit Platz zwei, dass sie zur absoluten Weltklasse zählt.

VN: Was bedeutet der Vizeweltmeistertitel für Sie?
Van Vlerken:
Der Titel ist eine Bestätigung für mich, dass ich jetzt tatsächlich zur Weltklasse auf der Triathlon-Langdistanz gehöre. Es heißt bei uns, dass kein Titel und kein Rekord zählt, wenn du dich nicht auf Hawaii bewährt hast. Es ist aber ein Erfolg, den ich nicht alleine hätte erreichen können. Der harte Kern mit meinem Freund Thomas (Anm. d. Red.: Thomas J. Vonach war selbst Hawaii-Starter), unserem Trainer Mario Huys auch unserem betreuenden Arzt Dr. Markus Albrecht hat großen Anteil an dieser Leistung.

VN: Was war das für ein Gefühl bei der Zielüber­querung?
Van Vlerken:
Ich konnte es kaum glauben und habe es eigentlich noch immer nicht realisiert. Das wird erst in den nächsten Tagen und Wochen kommen. Thomas und ich machen jetzt ein paar Tage Urlaub auf Kauai, der westlichsten Hawaii-Insel, die sehr ruhig ist.

VN: Welche Erwartung hatten Sie vor dem Wettkampf? Sie gingen als eine der Favoritinnen ins Rennen. War der Druck groß?
Van Vlerken:
Ich habe mich selber nie als eine der Favoritinnen gesehen, weil es im Feld viele Profi-Frauen gab, die viel mehr Erfahrung auf Hawaii haben. Mein Ziel war ein Top-10-Platz, ein gutes Rennen machen und Erfahrung sammeln für zukünftige Starts auf Hawaii. Dass es so gut lief, hing vielleicht genau davon ab, dass ich ohne große Erwartungen, aber mit Träumen und Visionen ins Rennen gegangen bin.

VN: Wie waren die Bedingungen?
Van Vlerken:
Ich habe mich im Kopf auf ein sehr schweres Rennen vorbereitet und deswegen ist mir der Wettkampf leichter vorgekommen, als ich erwartet hatte. Wir waren ja im Februar beim Ironman Malaysia am Start. Thomas wollte, dass ich vor Hawaii einen Ironman mache, der in heißen klimatischen Bedingungen stattfindet. Das hat mir sicher geholfen.

VN: Wie haben Sie es in relativ kurzer Zeit an die Spitze der Triathlon-Langdistanz geschafft?
Van Vlerken:
Es war keine kurze Zeit, denn ich betreibe Triathlon, nach einer erfolgreichen Zeit im Frauenfußball, schon über acht Jahre, war aber lange Zeit auf Duathlon spezialisiert. Bereits 2004 war ich auf dem Podium der Duathlon-Langdistanz-WM, 2006 dann Welt- und Europameisterin. Ich habe einfach sehr lange gewartet, bis ich auf die Ironman-Distanz gewechselt bin. Erfahrung hatte ich von der Half-Ironman-Distanz schon, und den Rest habe ich von Thomas gelernt.

VN: Mit dem Vize-WM-Titel haben Sie Ihre Weltklasse bestätigt. Welche Eigenschaften zeichnen Sie als Sportlerin aus?
Van Vlerken:
Ich denke, in erster Linie die mentale Stärke und die Konsequenz. Wenn du auf der Triathlon-Langdistanz erfolgreich sein willst, dann heißt es alles oder nichts. Es heißt, den Sport 24 Stunden am Tag zu leben. Eigentlich muss alles was du tust auf das Ziel ausgerichtet sein. Ob Schlaf, Ernährung, hartes Training und Erholung, einfach alles unterwirft sich dem Ziel. Das zeichnet mich sicherlich aus, aber ich kann auch gerne mal abschalten, und dann will ich von allem nichts wissen.

VN: Viele Teilnehmer sagen, dass einem gerade auf Hawaii auch die Erfahrung viel bringt. Welches Potenzial sehen Sie bei Ihnen in der Zukunft?
Van Vlerken:
Ich habe mir letztes Jahr die Strecke mit Thomas angesehen. Wir sind viele Streckenabschnitte durchgegangen und haben danach im Detail darüber geredet. Ich habe im Wettkampf trotzdem einige Fehler gemacht. Es ist für die Entwicklung sehr wichtig, eigene Erfahrungen zu machen. Ich habe einfach eine Gabe mitbekommen, auf meinen Körper zu hören und schaffe es so, eine optimale Leistung abzurufen. Der Ironman Hawaii ist ein Rennen, das nichts verzeiht. Ich denke, dass ich die besten Jahre noch vor mir habe, denn mit jedem Start bekomme ich eben auch mehr Erfahrung.

VN: Sie schwimmen momentan auf der Erfolgswelle, haben zuletzt einige Titel geholt. Welche weiteren Ziele haben Sie?
Van Vlerken:
Ich möchte noch schneller werden und eine komplette Athletin sein. Deswegen werden wir an meinen Schwächen, vor allem dem Schwimmen im offenen Gewässer, arbeiten, und die Stärken versuchen zu konservieren. Was die Erfolgswelle betrifft, ist sie eine Mischung aus harter Arbeit und guter Betreuung.

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