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Dem Ringsport fehlt Akzeptanz

Ali Özen hatte maßgeblichen Anteil, dass Aufsteiger AC Hörbranz in der Ringer-Bundesliga die Bronzemedaille gewann. Der 32-jährige Türke nahm im "VN"-Interview Stellung zum Ringsport in Österreich.

VN: Wie sieht ihre Meinung zur Ligasaison aus?
Özen: “Einen Vergleich zu früher kann ich nicht ziehen, da ich heuer erstmals in Österreich gerungen habe. Insgesamt denke ich aber, dass die fünf Klubs in etwa gleich stark waren und für den Ringsport Werbung gemacht haben.”

VN: Wie sieht der Vergleich zwischen Österreich und der Türkei aus?
Özen: “Der Ringsport gehört in meiner Heimat zu den Topsportarten wie hierzulande etwa der Skisport. Der große Unterschied liegt sicher in der Professionalität. In der Türkei sind erfolgreiche Ringsportler hoch angesehene Bürger und genießen eine enorme Popularität in der Öffentlichkeit.”

VN: Was ist der große Unterschied?
Özen: “Der liegt sicher in der Möglichkeit, das Ringen zu seinem Beruf zu machen. Während in Österreich kaum ein Sportler vom Ringsport leben kann, ist dies in der Türkei ganz anders. Athleten sind entweder bei der Stadt oder beim Verein angestellt, sind sozial abgesichert und erhalten eine ordentliche Bezahlung für die Ausübung des Sports. Dies sind Strukturen, die in Österreich sicher fehlen, um an der Spitze mitmischen zu können.”

VN: Sie waren drei Monate in Hörbranz und haben u.a. auch Trainingseinheiten mit den Kaderringern geleitet. Ihr Eindruck dazu?
Özen: “Es gibt sicher einige Talente, die allerdings aufgrund der fehlenden Strukturen nie an die Spitze kommen werden. Eine Ausnahme stellt sicher Nikola Hartmann-Dünser dar. Die fünf Welt- und Europameistertitel hat sie nicht nur wegen ihres überdurchschnittlichen Talents gewonnen. Ich war vom ersten Training an überrascht, mit welcher Konsequenz und Härte sie auf ihr großes Ziel hinarbeitet. Gerade an Beispiel von Niki sieht man, dass im Ringsport nur mit Härte und Konsequenz was zu erreichen ist. Sie gehört zur absoluten Weltspitze und wird sicher ihren Weg weiterhin machen.”

VN: Wie sieht dein nächstes sportliches Ziel aus?
Özen: “Bei den Türkischen Meisterschaften habe ich nach einer Verletzungspause gegen den späteren WM-Fünften Gökhan Yavaser erst in der Verlängerung verloren. Ich werde nun alles daran setzen, bei der bevorstehenden internen Qualifikation den Startplatz der Türkei in der 84-kg-Klasse für die Olympischen Spiele in Athen im kommenden August zu holen.”

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