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Deal ist vorerst geplatzt?

Die Ablöse von Präsident Hans Grill durch Gerhard Ströhle schien nur mehr Formsache zu sein. Den Termin am Freitag ließ Ströhle aber platzen, denn "Hans hat zu hoch gepokert". Grill berät sich erneut mit seinem Anwalt.

Erste Stellungnahme von Ströhle gegenüber den Vorarlberger Nachrichten: “Hans hat zu hoch gepokert”. Er habe einfach kein gutes Gefühl mehr bei der Sache gehabt.

Die Vertragsverhandlungen zwischen dem 49-jährigen Unternehmer Gerhard Ströhle und SW-Bregenz-Präsident Hans Grill sind am Freitagnachmittag geplatzt. “Hans Grill und seine Gattin waren nicht bereit, den vorgelegten Vertrag zu unterschreiben, und ihre Änderungswünsche sind für Ströhle nicht akzeptabel,“ erklärte Ströhles Rechtsanwalt Horst Lumper auf Anfrage der APA.

Die Entscheidung über den Wechsel an der Führungsspitze von SW Bregenz hätte eigentlich bereits am Mittwoch fallen sollen. Die Sitzung wurde dann aber unterbrochen, weil sich Präsident Grill Bedenkzeit erbat, um den Vertragsentwurf seiner Gattin vorzulegen. Am Donnerstag vertröstete Grill auf eine neuerliche Verhandlungsrunde am Freitagvormittag.

Dieses Vier-Augen-Gespräch wurde nach zwei Stunden abgebrochen. Am Nachmittag informierte Ströhle dann seinen Rechtsanwalt über das Scheitern der Verhandlungen. Der Feldkircher Unternehmer Ströhle, Gründer und Geschäftsführer von Alutop (Aluminium-Systemprofile für Industrie und Gewerbe), wäre bereit gewesen, Vereinsschulden von rund 800.000 Euro zu übernehmen. Bei einem Klassenerhalt von SW Bregenz hätte der Unternehmer 350.000 Euro investiert, bei einem Abstieg 250.000 Euro.

Stichtag für Linzenz ist der 9. Mai
Am Mittwoch hatte Ströhle noch angekündigt, dass er noch bis Montag warten werde. An diesem Tag muss der Bundesliga ein Hauptsponsor bekannte gegeben werden, damit die Lizenz nicht gefährdet ist. Dieser Hauptsponsor sollte Ströhles Firma Alutop sein.

Grill: Muss vorsichtig sein
Grill meinte in einer ersten Stellungsnahme gegenüber Radio Vorarlberg, dass seine Frau die Verträge gelesen habe und ihn darauf aufmerksam gemacht habe, dass im Vertrag Sachen stehen, die er nicht akzeptieren könne. Ströhle habe gesagt, dass er in zwei Jahren wieder weg sei und ratenweise zahlen wolle, so Grill. Da müsse er vorsichtig sein. Er sei aber bestrebt, dass es mit SW Bregenz weitergehe.

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