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Datenschützer prüfen bis Mitte September Bußgeld für Lidl

Datenschützer wollen bis Mitte September entscheiden, ob der Diskonter Lidl wegen der Bespitzelungsaffäre Bußgeld zahlen muss. Datenschutzbeauftragte mehrerer deutscher Bundesländer arbeiteten derzeit gemeinsam an einem Abschlussbericht der Untersuchung, sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur dpa am Donnerstag in Stuttgart.

Verstöße gegen das Bundesdatenschutzgesetz könnten mit bis zu 250.000 Euro bestraft werden.

Das Magazin “stern” hatte im März berichtet, dass bei dem Lebensmitteldiskonter über zahlreiche Überwachungskameras registriert wurde, wann und wie häufig Lidl-Mitarbeiter auf die Toilette gehen, wer mit wem möglicherweise ein Liebesverhältnis hat und wer nach Ansicht der Überwacher unfähig ist. Außerdem berichtete das Magazin, mit Hilfe von Detektiven seien Beschäftigte in zahlreichen Filialen systematisch überwacht worden.

Lidl hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe rund 50 Fragen der Datenschützer mit umfangreichem Material beantwortet. Unter anderem soll bei der Untersuchung geklärt werden, wer bei Lidl oder den vom Discounter beauftragten Detekteien für die Überwachung der Mitarbeiter verantwortlich ist. Lidl hat eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Jahren 585 Filialen in mehreren Bundesländern von Detekteien überwachen lassen.

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