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Das "League of Legends" für Noobs: "Wild Rift" im Test

Der kostenlose mobile Ableger des Hit-Games macht Neugierigen den Einstieg in die MOBA-Action leicht.

(iOS/Android) Wer bislang neugierig auf den eSports-Kult war, musste erst eine steile Lernkurve überwinden, um in „League of Legends“ (PC) Fuß zu fassen. Entwickler Riot Games hat sich endlich erbarmt, das Game auf mobile Endgeräte zugeschnitten und u.a. dank Tuning sowie Tutorials angenehm flott und zugänglich gemacht.

Für alle, die noch nie von „League of Legends“, abgekürzt „LoL“, gehört haben: In dieser Multiplayer Online Battle Arena (MOBA) bekämpfen sich zwei Teams aus je fünf charakteristischen Helden, den „Champions“. Die bunten Champions sammeln im Spielverlauf Erfahrung, entwickeln ihre Skills weiter, bekommen Items und werden so immer stärker. Das Ziel des Spiels ist, das Hauptgebäude des feindlichen Teams zu zerstören – den „Nexus“. Die Arena besteht üblicherweise aus drei Wegen (Lanes) zum gegnerischen Nexus, auf der sich kleinere, computergesteuerte (feindliche) „Vasallen“ tummeln. Zwischen den „Lanes“ liegt der Dschungel, wo man sich Gold und Stärkungen erkämpfen kann.

Soweit zur Theorie. Dieses Szenario allein bietet endlos viele taktische Möglichkeiten für die zwei Fünfer-Helden-Teams verschiedenster Klassen (Nahkämpfer, Magier, Assassinen etc.). Dazu sind schnelle Reaktion, flinke Finger und vor allem Teamwork gefragt. So wurde „LoL“ zur vielleicht bekanntesten eSports-Disziplin. Als Neuling (sog. „Noob“) musste man bisher erst eine harte Schule aus schmerzlichen Erfahrungen durchlaufen, bis sich richtiger Spaß am Spiel geschweige denn Wettbewerbsfähigkeit einstellte.

„Wild Rift“ liefert nun für mobile Endgeräte ein deutlich einsteigerfreundlicheres Erlebnis. Das beginnt bei den Tutorials, die zu Beginn zumindest das Basiswissen gut vermitteln. Die Steuerung ist auf den Touch-Screen angepasst und funktioniert in den allermeisten Fällen sehr gut: Der linke Daumen bewegt den eigenen Champion, der rechte kontrolliert Angriffe und andere Aktionen. Mechaniken aus dem PC-Original wurden teilweise vereinfacht. Die Matches in „Wild Rift“ spielen sich dank kürzeren (Re)Spawn-Wartezeiten und kleineren Laufwege deutlich flotter, da wird sehr rasch gekämpft. Die meisten Auseinandersetzungen dauern nun zwischen 10 und 15 Minuten. Dafür muss man allerdings auch etwas eingeschränkten Content verkraften – während PC-SpielerInnen über 150 Champions zur Wahl stehen, gibt‘s bei „Wild Rift“ davon nur etwa ein Drittel.

Freundlicherweise bekommt man einige Champions wie Ahri oder Jinx geschenkt, darf sie ausprobieren und sich erarbeiten. Wer will, kann sich aber auch welche für Echtgeld erstehen, verschiedene Skins sind ebenfalls käuflich erwerbbar.

Fazit

„Wild Rift“ ist eine durchwegs gelungene mobile Interpretation von „League of Legends“. Das Free2Play-Game stellt alles Notwendige für einen sanften und spaßigen Einstieg zur Verfügung, hat aber trotzdem mehr als genug Spieltiefe zu bieten. Man muss kein Fan sein, um daran Freude zu haben. Bei der Vorarlberger Gaming-Community kommt es gut an: „Eine super Alternative für alle, die nicht am PC spielen wollen oder können!“, lautet der Tenor. Erfahrene SpielerInnen, die bereits die volle „LoL“-Erfahrung vom PC kennen/gewöhnt sind, werden allerdings weniger auf die abgespeckte Version „Wild Rift“ zurückgehen.

(VOL.AT)

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