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"Das ist eine Ehrung für das ganze Team"

Bei der BSO-Cristall-Gala wurde Helene Pflüger in der Kategorie „Top-Funktionärin“ ausgezeichnet.
Bei der BSO-Cristall-Gala wurde Helene Pflüger in der Kategorie „Top-Funktionärin“ ausgezeichnet. ©RGE-Photos
Die Leichtathletik ist für VLV-Präsidentin Helene Pflüger eine Herzensangelegenheit.

„Dieser Award gehört nicht mir allein, sondern meinem gesamten Team, das wirklich sehr professionelle Arbeit leistet“, betonte Helene Pflüger. Die Österreichische Bundes-Sport­organisation (BSO) ehrte bei ihrer Cristall-Gala jene Menschen, die ihre Zeit und ihre Kompetenz in den Dienst des Sports stellen. In der Kategorie „Top-Funktionärin“ belegte die Präsidentin des Vorarlberger Leichtathletik-Verbandes (VLV) den zweiten Rang.

Ein „kleines Unternehmen“

Mit viel Engagement hat die 56-Jährige vor sechs Jahren die ehrenamtliche Aufgabe im VLV übernommen. „Es ist natürlich zeitintensiv, denn es gilt Sponsorengelder zu aquirieren, Veranstaltungen zu besuchen und sich um die Vereine, Athleten und den Vorstand zu kümmern. Es ist vergleichbar mit der Führung eines kleinen Unternehmens“, meint die ehemalige Staatsmeisterin mit der 4×100 m-Staffel der TS Bregenz-Stadt. Weil für sie selbst ihr Lebensabschnitt als Sportlerin prägend war, hat sie 2005 das herausfordernde Amt angenommen. „Ich wollte den Menschen, die mir damals den Sport ermöglicht haben, etwas zurück geben“, erklärt die gebürtige Harderin mit Wohnsitz in Wien.

Erfolgreiche Ländle-Athleten

Ihre Ziele als Präsidentin hat Pflüger konsequent verfolgt. Es wurde ein Leistungszentrum installiert und mit Sven Benning ein hauptberuflicher Landestrainer eingestellt. „Wir sind auf dem richtigen Weg. Das Ziel sind vermehrt Auftritte von Vorarlberger Leichtathleten bei internationalen Events wie WM, EM oder Olympische Spiele. Einige Einsätze bei Großereignissen gab es bereits, diese Teilnehmer haben ein hohes Niveau. Das kleine Ländle präsentiert sich in Österreich mit Top-Athleten an der Spitze. Wir haben also bereits Erfolge“, freut sich Pflüger. Allerdings würde sie sich für die gezeigten Leistungen mehr Beachtung in der Öffentlichkeit wünschen und bedauert, dass eine der Olympischen Kernsportarten im medialen Interesse zu einer Randsportart geworden ist.

Im Bundesländervergleich top

„Die Leistungsdichte ist hoch und die internationalen Limits schwer zu erreichen. Im Gegensatz zu anderen Sportarten wird Leichtathletik überall auf der Welt betrieben. Ein Top-100-Platz in der Welt- oder Europarangliste ist bereits ein Erfolg, ebenso wie eine EM-Teilnahme“, erklärt sie. „Als Basissportart ist der Andrang in den Vereinen groß, vor allem im Nachwuchs. Im Bundesländer-Vergleichskampf der Jugend haben wir vor drei Jahren erstmals gewonnen und seither sind wir immer vorne dabei. Das ist ein nationaler Gradmesser unserer effektiven Nachwuchsarbeit“, ist Pflüger stolz.

Große Familie

Vorarlberg hat sich aber auch als Veranstalter in der Szene einen Namen gemacht – vom Hypo-Mehrkampfmeeting in Götzis über den Sparkasse- Marathon bis zu den zahlreichen Stadion- und Laufveranstaltungen. „Unsere Vereine haben eine Ruf als Top-Veranstalter, die Athlet(inn)en sind gerne im Ländle zu Gast. Solche Events brauchen viele ehrenamtliche Mitarbeiter, die sich immer wieder in den Dienst der guten Sache stellen. In der Ländle-Leichtathletik sind wir eine große Familie, das macht meinen Job so wertvoll“, betont Pflüger.

Zur Person Helene Pflüger-Küng:

Die VLV-Präsidentin belegte bei der BSO-Wahl in der Kategorie „Top-­Funktionärin“ den zweiten Rang. Geboren: 12. November 1955 Familie: verheiratet, zwei Kinder (Tochter 31, Sohn 23) Wohnorte: Hard und Wien Beruf: Kaufmännische Angestellte Hobbys: Lesen, Golf, Skifahren, Radfahren Sportliche Erfolge: zweifache Staatsmeisterin 4×100 m-Staffel (mit Brigitte Haest, Edith Maier und Ingeborg Brüstle (jetzt Siutz), mehrmalige Landesmeisterin
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