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Das ist die teuerste Straße der Welt

©AFP
Die "Nouvelle Route du Littoral", bekannt als NRL, verspricht eine Revolution im Straßennetz von La Réunion.

Sie wurde über dem Meer durch spezielle Bauwerke und Aufschüttungen geschaffen und soll schließlich Saint-Denis und La Possession verbinden. Damit tritt sie an die Stelle der aktuellen Nationalstraße Nr. 1, die wegen ihrer Nähe zu einer Klippe häufig extremen Wetter- und physischen Bedingungen ausgesetzt ist - von zyklonischen Wellen bis zu gefährlichen Erdrutschen.

Im März für Verkehr freigegeben

Auf Initiative des Regionalrats von La Réunion wurde ein Sicherheitsaudit der NRL in Auftrag gegeben, welches sich insbesondere auf den 9 km langen Abschnitt zwischen St. Denis und La Grande Chaloupe konzentrierte. Dieser wurde am 1. März 2023 partiell für den Verkehr freigegeben. Bemerkenswert sind hier insbesondere die verschiedenen Spuren: zwei allgemeine Verkehrsspuren in beide Richtungen, eine für den öffentlichen Verkehr (VRTC) und eine speziell für Fahrradfahrer, wodurch sowohl Sicherheitsaspekte als auch neue Mobilitätsanforderungen berücksichtigt werden.

Das von Cerema Méditerranée durchgeführte Audit, welches insgesamt zwei Wochen in Anspruch nahm, deckte einige Abweichungen von den vorgegebenen Sicherheitsstandards auf. Als Reaktion darauf wurden verschiedene Korrekturmaßnahmen empfohlen. Diese reichen von Änderungen und Anpassungen in der Beschilderung bis hin zu Verbesserungen der bestehenden Straßenhaltesysteme.

Optimierung der Sicherheitsstandards

Die größte Herausforderung? Es wurde während des laufenden Verkehrs durchgeführt. Um die Sicherheit der Prüfer zu gewährleisten, mussten spezielle Maßnahmen wie eine Baustellenmarkierung und spezielle Fahrzeuge eingesetzt werden.

Angesichts der Ergebnisse plant der Bauherr bereits weitere Arbeiten an diesem Abschnitt. Das Hauptziel ist dabei die Optimierung der Sicherheitsstandards für alle Verkehrsteilnehmer. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hier auf dem Schutz von Radfahrern durch physische Trennelemente.

Kosten explodieren

Bei der Planung des Projekts wurden 1,6 Milliarden Euro für den Bau veranschlagt. Aufgrund von technischen Herausforderungen, Umweltauflagen und anderen Faktoren stiegen die Kosten aber. Laut Schätzungen könnten die Gesamtkosten für das Projekt auf über 2 Milliarden Euro ansteigen.

(VOL.AT)

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