Das ist das neue Covid-19-Behandlungszentrum im Messequartier Dornbirn

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Ab sofort gibt es in Vorarlberg ein neues Behandlungszentrum für Corona-Erkrankte. VOL.AT war vor Ort und sprach mit Dr. Robert Spiegel über die Antikörpertherapie.
Behandlungszentrum in Dornbirn
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VAntikörpertherapie kommt

In der Halle 5 im Dornbirner Messequartier wurde ein neues Covid-19-Behandlungszentrum eingerichtet. Dieses ist ab sofort in Betrieb. Es ist für infizierte Personen in einem frühen Erkrankungsstadium, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben, gedacht. "Wir haben uns entschieden, das als Ambulanz zu führen außerhalb des Krankenhauses, einfach, weil die jetzt kommende Omikron-Variante hoch ansteckend ist", verdeutlicht Dr. Robert Spiegel, Covid-Beauftragter der Ärztekammer Vorarlberg. Schon Mittwochmittag wäre man bereit für erste Behandlungen gewesen, wie Spiegel gegenüber VOL.AT bestätigte.

55 Patienten können täglich behandelt werden. Bild: VOL.AT/Mayer

Antikörpertherapie mit Einmalgabe

Durchgeführt wird eine Antikörpertherapie per Infusion. Dabei kommen zwei unterschiedliche Medikamente - jeweils für die verschiedenen Virusvarianten - zum Einsatz. Wie Studien bereits bewiesen haben, lässt sich durch diese Behandlung der Schweregrad der Krankheit und die Notwendigkeit eines Krankenhausaufenthaltes verringern. "Es genügt eine Einmalgabe", so Dr. Spiegel gegenüber VOL.AT. "Der ambulante Aufenthalt beträgt ca. zwei Stunden." Die Patienten sollten aufgrund der Ansteckungsgefahr nicht mit Taxi, sondern nach Möglichkeit mit dem eigenen Auto oder Angehörigen kommen. Direkt nach der Behandlung können sie auch wieder nach Hause fahren.

Es kommen zwei unterschiedliche Medikamente zum Einsatz. Bild: VOL.AT/Mayer

Kein Ersatz für die Impfung

Derzeit liege man bei einer Kapazität von 55 Patienten täglich, so der Covid-Beautragte. Bei Bedarf könne aber jederzeit aufgestockt werden. Die Antikörpertherapie helfe gegen die vorherrschenden Varianten, sie sei aber kein Ersatz für die Impfung. Die Antikörpergabe biete über die Phase der Erkrankung einen besseren Schutz, so Dr. Spiegel: "Aber dieser Schutz verschwindet wieder." Die Impfung schütze dauerhafter, während die Therapie nach einer Woche bis 10 Tagen keinen Effekt mehr habe. "Jetzt werden wir sehen, wie weit die Patienten das auch wollen und akzeptieren", meint Dr. Spiegel im VOL.AT-Interview. Im Einsatz sind die Ärzte und das Aufziehteam, die bereits seit rund einem Jahr impfen.

(VOL.AT)

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