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Das "Haus der Energie" entsteht

Landesrat Erich Schwärzler stellte den Plan zum Energieeffizienz-Zentrum am Donnerstag erstmals offiziell vor.
Die Beantwortung einer FPÖ-Anfrage durch LR Schwärzler

Hinter den Kulissen war seit dem Frühjahr, ohne Einbindung des Landtages, an einem neuen Energieeffizienz-Zentrum gearbeitet worden. Erst ein VN-Exklusivbericht im Oktober zeigte auf, wie intensiv im Hintergrund Wirtschaft, Energieversorger und Energieinstitut um die künftige Machtverteilung kämpften. Gestern nun wandte sich Landesrat Erich Schwärzler erstmals an die Öffentlichkeit, gemeinsam mit Vkw-Illwerke-Vorstand Ludwig Summer, Energieinstituts-Chef Adi Groß und den Energiesprechern aller Landtagsparteien. Schwärzler präsentierte dabei Grundzüge zur künftigen Energiepolitik und zum Klimaschutz, dieses „Lösungspaket“ umfasst sechs Punkte.

1. Die Gesellschaft: Die Beteiligungsverhältnisse an der „Gesellschaft Effizienzzentrum GmbH“ setzen sich – wie die VN berichteten – wie folgt zusammen: Vkw (51 Prozent), Land Vorarlberg (20), Wirtschaftskammer Vorarlberg (20), Energieinstitut Vorarlberg (5), FH Vorarlberg (4). Im Aufsichtsrat/Beirat bekommen Land und Vkw je zwei Sitze, Kammer und Energieinstitut je einen. Dieses Gremium legt die grundlegenden strategischen Entscheidungen zur Ausrichtung fest – und beschließt mit einer Mehrheit von mindestens 75 Prozent auch Jahresarbeitsprogramm und Jahresbudget. Die Gesellschaft soll durch Zusammenarbeit aller eingebundenen Akteure und Einbindung weiterer Institutionen „einschlägige Aktivitäten forcieren und durchführen“. Dabei ist „die Eigenständigkeit der Beteiligten gewährleistet“. Zudem soll eine innovative Entwicklung und so eine Stärkung des Standortes gewährleistet werden. Die wissenschaftliche Leitung der Gesellschaft „obliegt dem Inhaber des Stiftungslehrstuhls der Vkw an der FH“.

2. Das Gebäude: Das „Haus der Energie“ wird im Bregenzer Stadtteil Weidach errichtet. Im Gespräch sind zwei Areale; das an der Arlbergstraße zwischen OMV-Tankstelle und Bäckerei – und die an das Joka-Hochhaus angrenzende Wiese. Der Masterplan mit den baulichen Anforderungen soll bis Ende Februar 2011 abgeschlossen sein. 2012 und 2013 wird gebaut, Mitte 2013 soll der Einzug stattfinden. Ein „zeitverzögertes Hinzukommen des Energieinstituts wird nicht ausgeschlossen“. Das Gebäude soll wie ein Wirtschaftspark mit mehreren Betrieben konzipiert sein und in Passivhausqualität errichtet werden. Wer zieht ein? Das Kundenzentrum (45 Mitarbeiter) und der Bereich Energieeffizienz und Alternativenergien (30 Mitarbeiter); so genannten Startups soll die Möglichkeit der Ansiedelung geboten werden.

3. Das Energieinstitut: Das Energieinstitut soll „bis auf weiteres“ in Dornbirn bleiben. Überlegungen werden angestellt, in der FH das Thema Energieeffizienz zu verstärken, auch durch einen Vollstudiengang. Dadurch ergäben sich Kooperationsmöglichkeiten mit dem Energieinstitut. In drei Jahren wird bilanziert. Sollten die Entwicklungen an der FH dann nicht konkret sein, ist ein Wechsel des Instituts ins „Haus der Energie“ möglich.

4. Die Unabhängigkeit: Das Energieinstitut – so das Bekenntnis – „soll eine selbstständige und unabhängige Institution“ bleiben. Auftrag: Bildung, Beratung und Begleitung in Sachen erneuerbare Energieträger und Energieeinsatz. Auch Klimaschutz soll stark bearbeitet werden.

5. Die Kooperation: Zwischen dem Energieinstitut und der Vkw wird eine Kooperationsvereinbarung über Themenschwerpunkte und die Arbeitsweise abgeschlossen. Ziel ist es, sich gegenseitig und im Sinne eines Mehrwertes für den Kunden zu ergänzen. Die Rolle der Vkw sei als „Profit­organisation“ zu verstehen, die des Energieinstituts als „Non-Profit-Organisation mit öffentlichem Auftrag“. Mit dieser Vereinbarung sollen, so die Hoffnung der Zuständigen, Doppelgleisigkeiten vermieden werden.

6. Land und Personal: In der Landesverwaltung wird ein Fachbereich mit entsprechenden Kompetenzen und Ressourcen eingerichtet; Themen sind Energiefragen, Klimaschutz und effiziente Ressourcennützung. Die Abteilung nimmt am 1. Juli 2011 ihre Arbeit auf. Beruflich verändern wird sich Adi Groß. Eine Weiterführung seiner derzeitigen Doppelfunktion (Energiekoordinator des Landes und Energieinstituts-Geschäftsführer) sei nicht mehr möglich. Am 1. Juli 2011 wird eine Trennung der Funktionen erfolgen, Groß sich nur mehr auf „seine Aufgaben in der Landesverwaltung konzentrieren“.

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