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Das grausame Sterben des Karl Kary

55 Jahre Klesenza-Kapelle am Fuße der Roten Wand. Nur wenige Vorarlberger kennen die Geschichte der Klesenza-Kapelle. Lediglich eine Gedenktafel im Inneren der Kapelle weist darauf hin, warum diese Kapelle errichtet wurde. Die Geschichte der Kapelle ist eigentlich sehr traurig und soll ein Mahnmal sein.6nbsp;Bilder

Die Geschichte der Kapelle ist eigentlich sehr traurig und soll ein Mahnmal sein.
Nur wenige Vorarlberger kennen die Geschichte der Klesenza-Kapelle. Lediglich eine Gedenktafel im Inneren der Kapelle weist darauf hin, warum diese Kapelle errichtet wurde. Alljährlich pilgern viele Menschen zur Kapelle, wenn am 15.August unter großer Beteiligung der Freunde aus dem Schwarzwald und der einheimischen Vorarlberger Bevölkerung das Patronatsfest gefeiert wird. Jedes Jahr zieht auch Pater Adalbert Schaller zur Feier des Patroziniums auf die Alm. Der Gottesdienst wird meist von den Feierabend-Sängern aus Hohenems mitgestaltet.

Josef Kary, Jahrgang 1913, aus Rötenbach-Friedenweiler, im Hochschwarzwald errichtete im Jahre 1953 auf der Alpe Klesenza im Großen Walsertal (Österreich) auf 1500 m Höhe eine Marienkapelle zum Dank für seine Heimkehr aus dem Kaukasus wo er in auswegloser Kriegssituation ein Versprechen abgab, bei Rückkehr in die Heimat, eine Kapelle zu Ehren unsere Gottesmutter Maria, zu bauen. Aber auch, zur Erinnerung an seinen Bruder Karl, der auf grausame Weise als Soldat sein Leben lassen musste.

Karl Kary war Priester und ist der Bruder des Pfarrers Josef Kary. Karl und Josef mussten beide in den Krieg(2.WK) ziehen. Es war an Weihnachten 1941, als Pater Karl Kary bei Orel an der Oka(ehemalige UDSSR/Russland), einer Kosakeneinheit in die Hände fiel. Er wurde gefangengenommen und von den Kosaken an beiden Händen und Füßen -weit gespreizt -an Holzpfähle gebunden und dann vor den Augen aller bei lebendigem Leibe zersägt.
Er starb den Märtyrertod, einen der grausamsten den es gibt. Seine Schreie, bis der Tod eintrat, und das war nicht sofort, habe man in jener klaren und kalten Nacht meilenweit gehört. Soldaten die diese Schreie hörten, konnten sie, so Zeitzeugen, nie mehr vergessen und erlebten noch Jahrzehnte danach, die Szene, in Albträumen wieder.

Bis Sonntag-Buchboden, kann man mit dem Auto fahren. Dann gibt es einen Busverkehr vom Parkplatz bis zur Kapelle. Oben findet sich eine der schönsten Kapellen unseres Landes. Es ist eine richtige kleine Kirche mit Altarraum und Bänken – jedes Detail des Innenraumes ist ein eigenes Motiv. Draußen kann man dann bei einem der paar Bauernhäuser, eine deftige Jause bekommen. Hinfahren lohnt sich wirklich. Bei schönem Wetter ist der Ausblick unglaublich.
Wenn einem das Warten auf den Bus zu lange dauert, kann man den Weg hinab von der Alpe, zu Fuß machen- am Wegesrand findet man dann allerlei Pflanzen, die man gleich als Hut nützen kann.

Waltraud Feichter-Klumpp

Tags: Märtyrertod, Klesenza- Kapelle, Patronatsfest

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