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"Das Forum - Rettet Davos die Welt?"

Seit Dienstag läuft das Weltwirtschaftsforum in Davos.
Seit Dienstag läuft das Weltwirtschaftsforum in Davos. ©AP
Seit 1971 gibt es alljährlich das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos, einer Gemeinde im Schweizer Kanton Graubünden.

Zu dem Treffen kommen Staatschefs, Ökonomieexperten, Vertreter großer Unternehmen, aber auch Wissenschaftler, gesellschaftliche Akteure und Journalisten. Diskutiert wird über aktuelle Themen, die Wirtschafts-, Sozial- oder Umweltpolitik betreffen.

Der Mann hinter dem Weltwirtschaftsforum heißt Klaus Schwab. Der frühere Professor für Unternehmenspolitik gründete die gleichnamige Stiftung mit dem Ziel, einflussreiche Akteure zusammenzubringen und die Probleme der Welt im Dialog zu lösen. Wie es hinter den Kulissen zugeht, zeigt Marcus Vetter in einer Dokumentation. Vetter hat den WEF-Gründer ein Jahr lang bei dessen Arbeit begleitet.

Elite, die in ihrer Blase lebt

Schwabs Aufgabengebiet ist breit gefächert: Er koordiniert die Treffen auf dem Forum, bespricht mit seinen Mitarbeitern, wer eingeladen werden soll. Er empfängt Gäste, moderiert die Veranstaltungen und vermittelt zwischen den Teilnehmern.

Dass ihm das Weltwirtschaftsforum am Herzen liegt, wird in den Aufnahmen schnell spürbar. Schwab brennt für sein Projekt und legt ein enormes Engagement an den Tag, ohne Hektik zu verbreiten. In den Interviews tritt er stets beherrscht auf und reagiert auf kritische Fragen mit Besonnenheit. Diese stellt ihm nicht nur der Filmmacher, sondern auch Vertreter von der Umweltorganisation Greenpeace International, die in der Dokumentation ebenfalls zu Wort kommen. Sie sehen in dem Weltwirtschaftsforum ein Treffen der Elite, die in ihrer Blase lebt und Probleme schafft, anstatt sie zu lösen.

"Sünder" einladen

Schwabs Sicht auf die Dinge ist eine andere: Auch die "Sünder" müssen eingeladen werden. Denn nur so ließen sich Änderungen herbeiführen. Seinen Kritikern wirft er vor, sie identifizierten das Weltwirtschaftsforum mit schwarzen Schafen. Die eigentliche Absicht werde nicht erkannt: Das WEF wolle die Unternehmen mit ihrer Verantwortung konfrontieren. Sie sollen dazu gebracht werden, "mitzuwirken an einer besseren Welt".

Aus dem Konflikt dieser gegensätzlichen Sichtweisen, spannt der Dokumentarfilmer einen dramatischen Bogen, ohne für eine von ihnen Partei zu ergreifen. Er verzichtet auf jegliche Kommentare und lässt die Bilder für sich sprechen. Zu den aussagekräftigsten Szenen gehört ein Meeting von Donald Trump und den Chefs großer Unternehmen, die dem US-Präsidenten untertänig von den eigenen Errungenschaften auf dem US-Markt erzählen.

(dpa)

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