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Das erste Ziel heißt Matura

Nach dem Schulabschluss soll es für Daniel Krenn, der heute mit dem FC Dornbirn im Cup gegen Mattersburg spielt, mit einem Profivertrag klappen.

Ein Blick auf ­seine Facebook-Seite versetzt den Leser in Staunen. Denn unter Geburtsort ist zu lesen: Funchal/Portugal. Darauf angesprochen, lächelt der 17-jährige Fußballer verschmitzt. „Nein, nein, ich bin in Dornbirn geboren. Funchal steht nur für Cristiano Ronaldo, der dort geboren ist.“ Der portugiesische Superstar ist das große Vorbild des FC Dornbirn-Spielers. „Weil er alle Vorzüge mitbringt, die ein heutiger Fußballer einfach haben muss“, erklärt er. Dass seine Vorzüge ebenfalls die Schnelligkeit und Ballgewandtheit sind, hängt der Gymnasiast nicht an die große Glocke. „Ich komme gerne über die Außenbahn“, meint er eher kleinlaut. Vorerst aber konzentriert sich Krenn nicht nur auf den Fußball. Im Privatgymnasium Mehrerau hat für ihn gerade das Maturajahr begonnen. Das Lernen bereite ihm Gott sei Dank keine Probleme und deshalb hat er schon konkrete Zukunftsplanungen. „Erst einmal die Matura, dann im Sommer einen Profivertrag unterschreiben.“ Schon im vergangenen Winter hätte er erste Probetrainings machen sollen. Doch dann kam ein Bruch des Mittelfußknochens, zugezogen beim Hallenmasters in Wolfurt, dazwischen. Im Frühjahr war er dann ein paar Tage beim deutschen Zweitligisten Greuther Fürth auf Probetraining. Doch Krenn entschied sich für den FC Dornbirn. „Hier habe ich die Chance, mich noch einmal zu entwickeln. Ich denke, die Regionalliga ist genau richtig für mich.“

Im zarten Alter von drei Jahren

Lob gibt es für den Jungstar auch von seinem Trainer. „Daniel ist technisch sehr begabt. Aber noch wichtiger: er besitzt für seine Jugend schon ein hohes Maß an Spielintelligenz“, urteilt FCD-Coach Armand Benneker. Zum Fußball gebracht hat ihn sein Onkel Jürgen Stadelmann. Er nahm ihn schon als Dreijährigen mit zum Training beim Dornbirner SV. So richtig daran erinnern kann sich der Maturant aber nicht mehr. Geblieben ist aber die Liebe zum Sport und der Traum vom Profifußball. Einmal im Ausland zu spielen, in Deutschland oder Holland – Daniel Krenn will sich diesen Traum mit konsequentem Training erfüllen. Mit dem ÖFB-Team (U 16) schnupperte er schon internationale Luft, mit dem FC Dornbirn misst er sich heute im Cup mit einem Bundesligisten – und weiß: „Wir haben nichts zu verlieren, können nur gewinnen.“

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