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Das Bödele bekommt ein neues Hotel

Am 17. September 2001 wurde das Hotel am Bödele durch einen Großbrand weitgehend zerstört.
Am 17. September 2001 wurde das Hotel am Bödele durch einen Großbrand weitgehend zerstört.
Zwölf Jahre nach dem Großbrand geht der Wiederaufbau jetzt in die Zielgerade.

Schwarzenberg. (stp) „Es ist für die Gemeinde ein Gewinn – und dass die Diskussionen und Planungen so lange gedauert haben, ist zweitrangig. Wichtig für uns ist eine gute Lösung – und diese scheint nun umgesetzt zu werden“, meint ein erleichterter Schwarzenberger Bürgermeister, dass ein traditionsreiches Top-Haus den Gästen am Bödele bald wieder zur Verfügung stehen wird. Noch ist einiges zu tun, bis nach mehr als zwölf Jahren Dornröschenschlaf die ersten Gäste einchecken können, aber jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Wiedereröffnung gefeiert werden kann.

Neue Blüte durch „Gira“

Neuerlich Wiedereröffnung, denn in den 80er-Jahren, als Marc Girardelli seine großen Skitriumphe feierte, hatte die Familie Girardelli schon einmal für eine Neueröffnung des modernisierten Hauses gesorgt. Und obwohl die Girardellis nicht alle Pläne umsetzen konnten – so wurde der Bau einer hoteleigenen Tennisanlage auf dem Areal des heutigen Parkplatzes verwehrt –, war das Hotel bald ein beliebter Treffpunkt. Die neue Blütezeit wurde dann jedoch jäh beendet.

Fast das Ende durch Feuer

102 Jahre lang ist die Geschichte des Hotels am Bödele, das 1911 eröffnet wurde. 40 Jahre später erfolgte eine große Erweiterung – und dieser Gebäudeteil hat am 17. September 2001 als einziger den Großbrand überstanden. Fast 250 Feuerwehrleute kämpften stundenlang darum, wenigstens einen Teil des Hotels retten zu können. Weil sich die Familie Girardelli jahrelang nicht dazu durchringen konnte, über die Zukunft der Brandruine zu entscheiden, hatte die Behörde nach einigen Jahren sogar schon einen Abbruchbescheid erlassen, und eine Zeitlang stand das Ende ganz konkret im Raum.

Besitzerwechsel: Wende

Der Abbruch konnte vermieden werden, die Brand­ruine wurde notdürftig abgesichert und teilweise abgerissen – eine Wende zur heutigen Lösung kam jedoch erst durch einen Besitzerwechsel. Heinz Hämmerle, Hotelier in Rickatschwende und Stickereifabrikant in Lustenau, hatte die Brandruine erworben, und sein Sohn, Architekt Thomas Hämmerle, präsentierte vor etwa sechs Jahren viel versprechende Pläne. Damals schien ein Spatenstich im Frühjahr 2009 realistisch – doch die globale Wirtschaftskrise legte auch das Projekt am Bödele auf Eis. Sehr zum Bedauern von Bürgermeister Armin Berchtold, der sich darüber freut, dass mit einiger Verspätung am Bödele wieder ein interessantes Hotelprojekt realisiert wird. „Unser Wunsch war stets, wieder ein Hotel zu bekommen, jede andere Lösung wäre für die Gemeinde weniger erfreulich gewesen. Nicht nur im Hinblick auf die Schubertiade sind zusätzliche Hotelbetten sinnvoll und wünschenswert. Es ist generell ein idealer Standort – am Scheitelpunkt zwischen Rheintal und Bregenzerwald, im Sommer als Ausgangspunkt für wunderschöne Wanderrouten, im Nahbereich der Festspiele oder der Schubertiade, im Winter inmitten eines kleinen, aber feinen Skigebiets und gleichzeitig nicht weit von den hochalpinen Skiregio­nen der Talschaft bis hin zum Arlberg, der ja für Skifahrer ab der neuen Saison auch erreichbar ist.“

Langfristige Planungen

Als Thomas Hämmerle seine Pläne präsentierte, legte er auch eine längerfristige Perspektive vor. Dieses Konzept sah vor, zunächst die erhaltenen Gebäudeteile durch einen neuen Eingangsbereich zu ergänzen und zu reaktivieren. In einem weiteren Schritt war dann ein Abriss des Altbaus angedacht mit anschließendem Neubau. Ob und in welchem Zeitrahmen diese Etappe umgesetzt wird, hängt wohl in erster Linie davon ab, wie sich das Hotel nach der Reaktivierung entwickelt.

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