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Das Abenteuer ist zu Ende

Wie für das ÖFB-Team ist auch für mich die Zeit in Frankreich nun abgelaufen.

Werte Leser,

ich begrüße Sie zur letzten Ausgabe meines EURO-Blogs! Während ich diese Zeilen tippen, befinde ich ich bereits auf dem Weg in Richtung Heimat. Es waren anstrengende 13 Tage, für die wir als Fans leider nicht belohnt wurden.

Vor dem Turnier waren die Erwartungen hoch, im Nachhinein betrachtet vielleicht zu hoch. Die Leichtigkeit im ÖFB-Team war nicht mehr zu spüren, das war einer der gravierenden Unterschiede zur so erfreulichen Qualifikation. Natürlich gibt es noch mehr Gründe für das frühe Ausscheiden. Mit David Alaba hatte das rot-weiß-rote Team leider einen Totalausfall zu verzeichnen, gemessen an seinen Fähigkeiten war der Bayern-Star über die drei Vorrundenpartien wohl der schwächste aller Feldspieler im Österreich Trikot.

Ausschlaggebend waren für mich die ersten 15 Minuten des Auftaktspiels gegen Ungarn. Alaba´s Pfostenschuss nach nicht einmal 30 Sekunden und die Verletzung von Lenker und Denker Junuzovic waren am Ende ganz entscheidende Faktoren, warum das gesteckte Ziel nicht erreicht wurde und man als eines von nur acht Teams bereits frühzeitig die Heimreise antreten muss.

Besonders der Ausfall des Bremen-Legionärs war ein herber Rückschlag, denn das Offensivspiel litt darunter mehr als deutlich. Ebenso hätte das Team einen fitten Marc Janko gut gebrauchen können, aber auch der Basel-Stürmer lief leider nicht rund. Österreich hat nun einfach noch nicht so eine Tiefe im Kader, um dies alles wegstecken zu können. Im Endeffekt hat die Mannschaft bei ihrem ersten großen Turnier auch Lehrgeld bezahlt.

Ein erzieltes Tor ist am Ende natürlich zu wenig, auch wenn man sich nach starker zweiter Halbzeit gegen Island mehr verdient hätte. Dies bringt mich auch gleich zu einer positiven Erscheinung im rot-weiß-roten Team, Alessandro Schöpf. Er besorgte nicht nur den einzigen Treffer des Turniers, sondern er bewies auch seine Wichtigkeit für die Zukunft. Auch Robert Almer muss positiv erwähnt werden, er hielt den Punkt gegen Portugal quasi im Alleingang fest.

Die Stimmung und das Auftreten der österreichischen Fans war allerdings zu jeder Zeit herausragend! Ich denke, man hat in Frankreich einen wirklich guten Eindruck hinterlassen und die Anreise dieser gewaltigen Fan-Kolonien zeigt das Potential in unserem Land. Ich hoffe nur, dass nach dem Ausscheiden nun nicht wieder alles in Frage gestellt wird. Bereits im Herbst startet die WM-Qualifikation, die alles andere als einfach werden wird, denn mit Wales, Irland und Serbien warten richtig harte Brocken auf die Koller-Elf.

Momentan ist bei mir persönlich die Enttäuschung noch groß, deshalb kann ich noch nicht richtig einordnen, wie ich diesen Trip bewerten werde. Frankreich ist auf jeden Fall ein sehr interessantes Land, in dem man wirklich schönen Urlaub verbringen kann. Leider waren nur zwei wirklich schöne Tage dabei, aber gegen das Wetter ist man machtlos. Die Franzosen selber haben mich doch ein wenig überrascht, wenn sie bemerkt haben, dass das Gegenüber nicht wirklich fließend französisch spricht, dann war das Bemühen es auf Englisch zu versuchen deutlich zu spüren. Ich durfte wunderschöne Landschaften sehen und ich war in wirklich tolle Fußballstadien zu Gast. Bordeaux ist ein richtiges Schmuckstück geworden, das Stade de France ist ein Tempel der Extraklasse und im Prinzenparkstadion ist die Atmosphäre sensationell.

Bei Ihnen bedanke ich mich für Ihr Interesse, vielleicht liest man sich ja einmal wieder!

Sportliche Grüße aus dem ziemlich zähen Frühverkehr sendet

Thomas Tomaselli

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