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Darfur: Kämpfe wieder aufgeflammt

Die Kämpfe in der sudanesischen Krisenregion Darfur sind nach Angaben der Vereinten Nationen wieder aufgeflammt. Betroffen waren die Stadt Tawilla im Norden von Darfur, außerdem das Flüchtlingslager Kalma nahe der Stadt Nyala im Süden.

UN-Sprecher George Somerwill sagte am Montag in Khartum, 40.000 Menschen seien von den Hilfslieferungen abgeschnitten.

Laut Somerwill führte am Sonntag ein Stammesstreit über Vieh zu den Kämpfen in Tawilla. Rebellen hätten Janjaweed-Milizen angegriffen. Die Sudanesische Befreiungsarmee (SLA) habe teilweise die Kontrolle über Tawilla erobert, bevor sie sich am Montag wieder zurückgezogen habe. Ein Hubschrauber der Afrikanischen Union (AU) habe 45 Menschen in Sicherheit gebracht, die in den Busch geflohen seien.

20 Mitarbeiter ihrer Organisation seien aus Tawilla nach Al Fasher im Norden ausgeflogen worden, bestätigte Kate Haiff von der britischen Hilfsorganisation Save The Children im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP. Beobachter der AU teilten mit, bei den Unruhen seien sechs Menschen ums Leben gekommen.

Am Sonntag hätten sudanesische Truppen mit Unterstützung von arabischen Janjaweed-Milizen Tawilla angegriffen, erläuterte dagegen SLA-Sprecher Mohamed Mansour in Eritrea. Dabei seien 16 Zivilisten getötet worden. Tawilla ist ein Knotenpunkt für die Lieferungen von Nachschub in den Westen in Richtung Tschad.

Somerwill ergänzte, ferner hätten SLA-Truppen am Montag Kalma attackiert und mehrere Polizisten getötet, bevor sudanesische Soldaten wieder die Kontrolle über das Lager übernommen hätten. Die Kämpfe in Darfur sind ein Bruch des von der AU vermittelten Waffenstillstandes, der am 9. November in Nigeria unterzeichnet worden war.

Unterdessen kündigten die Vereinten Nationen am Montag die Entsendung einer 7.000 Mann starken Friedenstruppe in den Südsudan an. Dies sagte Radhia Achouri, Sprecherin der UN-Mission im Sudan, der Nachrichtenagentur AP. Jan Pronk, der UN-Gesandte für den Sudan, habe dies für einen Zeitpunkt 30 Tage nach Unterzeichnung eines Friedensvertrages in Aussicht gestellt und ferner die Verlegung von UN-Einrichtungen aus Nairobi in den Sudan beschlossen.

Die sudanesische Regierung und die Rebellen im Süden des Landes verpflichteten sich am vergangenen Freitag vor dem UN-Sicherheitsrat in Nairobi, bis zum Jahresende ein Friedensabkommen zu unterzeichnen. Im Süden des Sudan, wo zumeist Christen oder Anhänger von Naturreligionen leben, kämpfen Rebellen der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA) seit 21 Jahren gegen die islamische Regierung in Khartum. Ein Friedensabkommen wurde bereits im September 2003 vereinbart, muss jedoch noch besiegelt werden.

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