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Dämmerungseinbrecher festgenommen

Ein 23-Jähriger wird u.a. beschuldigt, am Freitag in ein Wohnhaus in Lochau eingebrochen zu haben.
Ein 23-Jähriger wird u.a. beschuldigt, am Freitag in ein Wohnhaus in Lochau eingebrochen zu haben. ©VOL.at/ Pletsch
Lochau, Feldkirch - Wie die Polizei Feldkirch heute mitteilte, ist ein 23-jähriger in Bosnien wohnhafter Mann am Samstag am frühen Abend bei einem Einbruch in ein Einfamilienhaus in Feldkirch auf frischer Tat ertappt und festgenommen worden.
Dämmerungseinbruch in Lochau

Der Mann wird beschuldigt, sich mehrfach als Dämmerungseinbrecher betätigt zu haben. 

Er wurde am Wochenende von Beamten der Polizei Feldkirch bei einem Einbruch in ein Haus auf frischer Tat ertappt. Die Alarmanlage des Gebäudes löste am Samstagabend aus, woraufhin eine Patrouille Nachschau hielt. Die Polizisten bemerkten den Schein einer Taschenlampe im Untergeschoß und holten Verstärkung dazu, um das Haus zu umstellen. Der Mann wurde in der Folge festgenommen, so die Exekutive.

Schmuck und Bargeld aus Lochauer Wohnhaus gestohlen

Derzeit liefen Abklärungen, ob der 23-Jährige für weitere Einbrüche als Täter infrage kommen könnte. So werde der Mann etwa verdächtigt, am Martinitag in ein Wohnhaus in Lochau eingebrochen und dort Schmuck sowie Bargeld erbeutet zu haben. Schon im März 2009 soll er laut Polizeiangaben versucht haben, in das betroffene Wohnhaus in Feldkirch einzusteigen. Man überprüfe weitere Dämmerungseinbrüche, die ein ähnliches Schema aufwiesen.

Der Verdächtige zeige sich nicht sehr kooperativ, ob es sich bei ihm um einen reisenden Einzeltäter oder um ein Mitglied einer Gruppe handle, sei derzeit unbekannt, so einer der Ermittler.

Tipps zum Schutz vor “Dämmerungseinbrechern”

Bevorzugte Objekte von sogenannten Dämmerungseinbrechern sind Wohnungen und Häuser, die von der Straße aus nicht eingesehen werden können, in einer ruhigen Wohnsiedlung oder entlang von Hauptverkehrsrouten liegen.

So kann man sich vor einem Einbruch schützen:

• Licht im Haus oder in der Wohnung hält dubiose Gestalten meist vom Haus fern. Beim Verlassen des Hauses/der Wohnung sollte beispielsweise in einem Zimmer das Licht eingeschaltet bleiben. Bei längerer Abwesenheit sind Zeitschaltuhren nützlich, mit denen unterschiedliche Einschaltzeiten für die Abendstunden programmiert werden können.

• Licht ermöglicht Einbrechern allerdings auch Einsicht in die Räume, daher sollten Jalousien geschlossen oder Vorhänge zugezogen werden.

• Im Außenbereich ist die Installation von Bewegungsmeldern empfehlenswert, damit sich das Licht einschaltet, wenn sich jemand dem Haus nähert.

• Vor dem Weggehen sollten die Fenster geschlossen werden, denn gekippte Fenster sind für Einbrecher “offene” Fenster.

• Rollläden sollten so gesichert werden, dass sie von außen nicht hochgeschoben werden können.

• Fenster und Terrassentüren sollten mit absperrbaren Griffen ausgerüstet werden oder es sollten zusätzliche Verriegelungen angebracht werden.

• Bei Fenstern und Glastüren den Schlüssel nie innen stecken lassen.

• Schließzylinder sollten nicht vorstehen. Sie können mit Sicherheitsbeschlägen geschützt werden.

• Lichtschachtgitter sollten gesichert werden.

• Leitern, Werkzeuge und anderes Material, das Kriminelle für einen Einbruch verwenden könnten, sollten nicht im Freien liegen gelassen werden.

• Bei längerer Abwesenheit Nachbarn oder Bekannte ersuchen, dass sie regelmäßig den Briefkasten entleeren und Werbeprospekte von der Eingangstür entfernen.

• In tragbaren Kassetten sollten niemals Bargeld, Schmuck oder Wertpapiere aufbewahrt werden. Geldschränke sollten im Boden und in der Wand verankert werden.

• Unterstützen Sie die Polizei bei der Verhinderung und Aufklärung von Eigentumsdelikten. Verständigen Sie den Polizeinotruf (112 oder 133), wenn Sie etwas Verdächtiges wahrnehmen.

• Bevor man sich für ein Alarmsystem entscheidet, sollte man sich von Fachleuten der Kriminalpolizeilichen Beratung oder in einem Fachgeschäft beraten lassen.

Weitere Tipps und Hinweise, wie Sie Ihr Eigentum schützen können, erhalten Sie bei der Kriminalprävention des jeweiligen Landeskriminalamts oder auf jeder Polizeidienststelle. Die kriminalpolizeiliche Beratung ist kostenlos.

(PI Feldkirch; APA)

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