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Dabei sein ist Pflicht

Er hat geschafft, von dem viele Veranstalter nur träumen können. Innert drei Jahren ist es dem Verein "Wolfurt für Wolfurt" gelungen, seinen Stundenlauf zur zweitgrößten Laufveranstaltung zu machen.

Am Pfingstsonntag geht es beim Fußballplatz an der Ach in die vierte Runde. Und wieder hofft das Team um Christian Fend auf rege Beteiligung. Schließlich soll möglichst viel Schweiß für einen guten Zweck fließen.

Geld für Notleidende

Zwischen 700 und 1000 Läufer brachten die Organisatoren bisher bei jedem Stundenlauf auf die Beine. “ Im letzten Jahr war es sogar die größte Laufveranstaltung, weil der Marathon ausgefallen ist.“ Christian Fend stellt es ohne Überheblichkeit fest. Denn je mehr mitmachen, desto besser für das Bankkonto. Rund 50.000 Euro lassen Teilnehmer, Sponsoren und die Verpflegungsbetriebe im Durchschnitt liegen. Geld, das ausschließlich in Not geratenen Bürgern zur Verfügung steht. “ Wir helfen, wo es der Gemeinde nicht mehr möglich ist“ , erklärt Fend, wobei die von der Gemeinde zugetragenen Fälle genau geprüft werden.

Vielen haben Christian Fend, Horst Hörburger, Günther Faigle, Marcus Anwander, Klaus Fischer, Reinhard Franz, Alwin Hammer, Alexander Bernhard, Georg Dür und Gerold Pointner auf diese Weise schon “ unter die Arme gegriffen“ . Sie bezahlen Gasrechnungen, teure Leukämiemedikamente, unterstützen den Krankenpflegeverein, geben Zuschüsse für den Einbau von Behindertenliften und kaufen Geschenke für Kinder, für die es sonst nicht Weihnachten werden würde. “ Es gibt eine Menge Leid“ , sinniert Christian Fend.

Massen mobilisiert

Diese Tatsache und ein konkreter Fall animierten ihn, gemeinsam mit Horst Hörburger den ersten Stundenlauf zu organisieren. Es ging um einen jungen Wolfurter, der seit einem schweren Unfall im Rollstuhl sitzt und eine behindertengerechte Wohnung brauchte. Sein Schicksal mobilisierte die Massen. Über 1200 Menschen, große und kleine, liefen für Christoph. Der Run hielt auch bei den nächsten Veranstaltungen an.

Das Geheimnis des Erfolges lässt sich für den jungen Unternehmer leicht erklären. “ Es ist das Team“ , sagt Fend. Zugute kommt ihnen außerdem das in Wolfurt sehr intensiv praktizierte Vereinswesen. Kein Verein, der beim Stundenlauf nicht seinen Beitrag leistet. Auch die Firmen ringsumher lassen sich nicht lumpen. Dabei sein ist fast schon Pflicht und noch mehr Ehre. Gleiches gilt für die Prominenz, die sich dank guter Kontakte reihenweise einfindet.

Fragezeichen

Christian Fend freut sich schon auf den Sonntag, auf das “ Volksfest“ mit aufwändigem Rahmenprogramm. Trotzdem lässt er offen, ob es eine fünfte Auflage geben wird. Denn schon der erste Stundenlauf sollte eigentlich der letzte sein. “ Der Verein bleibt auf alle Fälle“ , betont er. Und damit auch die Hilfe. Aber Nachdenken über andere Aktivitäten muss erlaubt sein.

Infos und Anmeldungen unter www. wolfurt.net/stundenlauf

ZUR PERSON

Christian Fend

Geboren: 30. September 1964 in Bregenz
Wohnort: Höchst,
verheiratet, 2 Kinder
Beruf: Unternehmer
Hobbys: Vereinsarbeit mit Freunden

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