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D: Verdächtiger Kofferbomben frei

Einer der drei Hauptverdächtigen im Fall der gescheiterten Kofferbomben-Anschläge auf deutsche Nahverkehrszüge ist wieder auf freiem Fuß.

Wie die Bundesanwaltschaft am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte, wurde der Haftbefehl gegen den Ende August in Konstanz festgenommenen Syrer Fadi A.S. aufgehoben, weil sich der Verdacht zunächst nicht bestätigt habe. Der 23-Jährige bleibt aber im Fadenkreuz der Sicherheitsbehörden: Die Ermittlungen gegen Fadi A.S. würden fortgesetzt, erklärte die Bundesanwaltschaft.

Auch gegen die beiden anderen Hauptverdächtigen werde weiter ermittelt, betonte die höchste deutsche Anklagebehörde. Dabei handelt es sich um den in Deutschland inhaftierten Youssef Mohamad El Haijdib und den im Libanon einsitzenden Jihad Hamad, gegen die der Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, des versuchten Mordes in einer Vielzahl von Fällen und des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion besteht.

Der Verdacht gegen Fadi A.S. habe sich insbesondere durch die richterliche Vernehmung von Jihad Hamad nicht in einer Weise erhärten lassen, die die weitere Aufrechterhaltung der Untersuchungshaft rechtfertige, erklärte die Bundesanwaltschaft. A.S. war am 25. August festgenommen worden. Er soll mit El Hajdib im Internet nach Anleitungen zum Bau von Bomben recherchiert haben, die am 31. Juli in zwei Zügen deponiert worden waren. Außerdem soll der Syrer seinen mutmaßlichen Mittätern bei ihrer Flucht über die Türkei und Syrien in den Libanon geholfen haben. Die Behörden stützen ihren Verdacht im Wesentlichen auf die Aussage von Hamad. Fadi A.S. bestreitet die Vorwürfe.

Der Gruppe wird vorgeworfen, Ende Juli zwei funktionsfähige Kofferbomben in zwei Nahverkehrszügen in Richtung Koblenz und Hamm deponiert zu haben. Offenbar auf Grund eines Konstruktionsfehlers explodierten die Sprengsätze aber nicht.

Wegen möglicher Bildung einer terroristischen Vereinigung geht der Generalbundesanwalt ferner gegen eine Reihe von Deutsch-Türken im Ruhrgebiet vor. Wie ein Sprecher auf AP-Anfrage mitteilte, handelt es sich „um einen Anfangsverdacht auf einen Zusammenschluss mit dem Ziel, Straftaten zu begehen“. Berichte der Dortmunder „Ruhr Nachrichten“ und der „Offenbach Post“, wonach ein Anschlag auf ein Konzert der Popsängerin Nena geplant gewesen sei, bestätigte der Sprecher jedoch nicht: „Was die genau tun wollten, ist Gegenstand der Ermittlungen.“

Beide Zeitungen hatten in ihren Donnerstagsausgaben unter Berufung auf ein vertrauliches Papier aus dem Bundesinnenministerium berichtet, es würden sieben türkischstämmige, teilweise deutsche Staatsangehörige verdächtigt. Dazu gehöre auch der 54-jährige Yalcin I., der als Anführer der Gruppe gelte. Es handle es sich um eine im Raum Essen, Gelsenkirchen und Duisburg ansässige „islamistische Struktur“, die sich laut Verfassungsschutz mit der finanziellen Unterstützung des „Heiligen Krieges“ im Irak, in den palästinensischen Gebieten und Pakistan beschäftige.

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