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D: Streiks gehen weiter

Die Streiks im Öffentlichen Dienst in Deutschland gehen in die dritte Woche. Vor einem für Montag geplanten Spitzengesprächen gab es von Arbeitgebern und Gewerkschaften kaum Kompromisssignale.

Der Arbeitskampf richtet sich zum einen gegen eine Verlängerung der Arbeitszeiten im Öffentlichen Dienst. Zum anderen will die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die deutschen Länder zwingen, einen mit dem Bund und den Kommunen abgeschlossenen neuen Tarifvertrag zu übernehmen.

In der vorigen Woche hatten mehr als 30.000 Beschäftigte bei dem größten Streik des öffentlichen Dienstes in Deutschland seit 14 Jahren die Arbeit in neun von 16 Bundesländern niedergelegt. Der Arbeitskampf hatte am 6. Februar in den Gemeinden im südlichen Bundesland Baden-Württemberg begonnen. Dort wurden am Montag 2000 Teilnehmer zu einer Kundgebung in der Stadt Mannheim erwartet. In Bayern wurden wieder Autobahn- und Straßenmeistereien sowie Universitätskliniken und staatliche Theater bestreikt. In Nürnberg sollte es eine ver.di-Kundgebung mit rund 2000 Menschen geben.

Der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft der deutschen Länder, Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU), bekräftigte die Forderung nach einer 40-Stunden-Woche. Man brauche Öffnungsklauseln bei der Arbeitszeit sowie dem Urlaubs- und Weihnachtsgeld, sagte er im deutschen Fernsehen.

Hessens ver.di-Chef Jürgen Bothner hatte am Wochenende gesagt, die Gewerkschaft stelle sich bundesweit auf einen langen Arbeitskampf ein. Die Streikenden seien hoch motiviert.

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