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D: Schröder und Merkel gegen große Koalition

Der deutsche Bundeskanzler Schröder und Unions- Kanzlerkandidatin Merkel haben trotz des vermutlich äußerst knappen Wahlausgangs den Gedanken an eine große Koalition weit von sich gewiesen.

In ihrem letzten direkten Aufeinandertreffen vor der Bundestagswahl am 18. September warfen sich Schröder und Merkel in einer Fernsehdiskussion der Spitzenkandidaten am Montag erneut Lügen vor.

In Steigerung ihrer bisherigen Angriffe warf Merkel in der Sendung „unwürdige Polemik“ und das unnötige Schüren von Ängsten vor. Schröder konterte dies mit dem Hinweis auf die von ihm begonnenen Reformen. Beide Spitzenkandidaten setzten klar auf einen Sieg ihrer jeweiligen Wunschkoalitionen – Schröder mit den Grünen, Merkel mit der FDP.

Der frühere PDS-Vorsitzende und Linkspartei-Spitzenkandidat Gysi sprach sich mehrfach für Bündnisse mit der SPD auf mittlere Sicht aus. Schröder ging darauf nicht ein. Der Kanzler und auch der Grünen- Spitzenkandidat, Außenminister Fischer, gaben trotz der entgegenstehenden Umfragezahlen eine Neuauflage der rot-grünen Koalition als ihr Wahlziel an.

Schröder verglich die Lage mit der vor der Bundestagswahl 2002, wo vier Wochen vor der Wahl niemand mit der Bestätigung der Koalition gerechnet habe. Er sei „sehr optimistisch, dass wir die Nase vorn haben werden“. Auch Fischer meinte, dass „die Dinge in Bewegung geraten sind“.

Auf die Frage, ob Merkel auch einer großen Koalition als Kanzlerin vorstehen wolle, sagte die CDU-Vorsitzende: „Es wird keine große Koalition geben.“ Genauso wie CSU-Chef Stoiber trat die Kanzlerkandidatin für eine Koalition mit den Liberalen ein.

Der FDP-Vorsitzende Westerwelle erteilte anderen Koalitionen als der mit der Union eine deutliche Absage. Auf die Frage, wie sich die FDP verhalte, wenn es für Schwarz-Gelb nicht reiche, sagte Westerwelle: „Dann sind wir Opposition.“

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