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D: Normalbenzin bald 1,50 Euro pro Liter?

Die Benzinpreise werden nach Einschätzung von deutschen Experten weiter steigen: "Es ist wahrscheinlich, dass der Benzinpreis in den nächsten Wochen die 1,50-Euro-Marke pro Liter Normalbenzin durchbrechen wird."

Dies sagte Claudia Kemfert, Öl-Expertin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, laut Vorausmeldung gegenüber der Zeitung „Bild am Sonntag“. Die teilweise Freigabe der Ölreserven werde nicht nachhaltig für niedrigere Preise sorgen.

Der Chefvolkswirt von Allianz und Dresdner Bank, Michael Heise, sagte gegenüber der Zeitung, das Niveau vom Jänner 2005 mit 1,10 Euro für Superbenzin, 1,08 Euro für Normalbenzin und 96 Cent für Diesel in Deutschland werde auf lange Sicht nicht wieder erreicht werden. „Der Markt geht von weiter steigenden Preisen aus. Deshalb decken sich viele Konzerne schon seit Monaten mit Öl, Kerosin oder auch Benzin ein. Der Liter Normalbenzin könnte schon bald 1,50 Euro kosten.“ Einen solchen Preis schloss der Zeitung zufolge auch der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz nicht aus.

Automobil-Verbände kritisierten unterdessen die Öl-Konzerne. „Sie verkaufen jetzt Benzin zu horrenden Preisen, was bereits vor Monaten zu deutlich günstigeren Kursen eingekauft wurde“, sagte der AvD-Sprecher Johannes Hübner gegenüber der Zeitung. Der ADAC-Experte Jürgen Albrecht sagte dem Blatt, die Konzerne würden jetzt mit aller Macht versuchen, höhere Preise am Markt durchzusetzen und so ihre Gewinne weiter nach oben zu treiben.

Die Benzinpreise in Deutschland waren zuletzt auf ein Rekordhoch gestiegen. Normalbenzin hatte Ende August im Bundesdurchschnitt 1,30 Euro je Liter gekostet, Super 1,32 Euro. Sprecher der Mineralöl-Firmen begründeten dies mit den Folgen des Wirbelsturms „Katrina“ in den USA für den Rohölpreis. Außerdem hätten Spekulationen die Rohölnotierungen getrieben.

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