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D: Neonazi-Gruppen in Berlin verboten

Der Berliner Innensenator Ehrhart Körting hat zwei Neonazi-Organisationen verboten. Die Senatsverwaltung teilte Mittwochfrüh mit, es handele sich um die "Berliner Alternative Südost", die "Kameradschaft Tor Berlin" und deren "Mädelgruppe".

Zugleich seien die Wohnungen führender Gruppenaktivisten durchsucht worden. Körting wollte am Vormittag weitere Einzelheiten bekannt geben.

Körting wirft beiden Gruppierungen nach Angaben der Zeitung „Tagesspiegel“ vor, sie wiesen eine „Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus“ auf und agierten „kämpferisch-aggressiv“ gegen die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik Deutschland.

Beide Kameradschaften sollen beispielsweise die Schaffung „national befreiter Zonen“ propagiert haben. Außerdem hätten mehrere Mitglieder Straftaten begangen. Mitglieder der „Kameradschaft Tor“ sollen unter anderem Plakate geklebt haben, auf denen der SA-Führer Horst Wessel verherrlicht wird.

Die „Berliner Alternative Süd-Ost“ fiel vor allem im Dezember 2004 unangenehm auf, als sie vor dem Haus des Berliner Polizeidirektors Michael Knape demonstrieren und ihn damit einschüchtern wollte. Die Versammlung wurde jedoch verboten.

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