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D: Mahnwache in München für Osthoff

Mit einer Mahnwache in der Münchner Innenstadt haben Mitglieder der "Direkthilfe Irak" am Samstagabend auf das Schicksal der gekidnappten deutschen Archäologin Susanne Osthoff aufmerksam gemacht.

Unter einem vergrößerten Foto der Entführten zündeten sie Kerzen an und sammelten in einem Buch Unterschriften. Auch die Schwester Anja Osthoff nahm an der Mahnwache teil.

Bei klirrender Kälte schlossen sich allerdings nur wenige Passanten an. „Ich bin erschüttert, wie wenig Menschen gekommen sind“, sagte eine Teilnehmerin. Auch Michael Osang von der „Direkthilfe Irak“ zeigte sich enttäuscht über die geringe Resonanz. Teilweise hätten Passanten sogar abwehrend bis aggressiv reagiert.

Am Sonntagabend wollen Bürger im oberbayerischen Ebersberg mit einem Kerzen-Lichtermeer ein Zeichen der Solidarität für die 43- Jährige setzen. Osthoff hatte in den vergangenen Jahren lange Zeit im Ausland, vor allem im Nahen Osten gelebt. In Deutschland war sie zuletzt in Grafing, Landkreis Ebersberg, gemeldet.

Auch mehr als zwei Wochen nach ihrer Verschleppung gab es am Wochenende kein Lebenszeichen von der Deutschen. Appelle der verschiedensten Seiten an die Entführer verhallten bisher ungehört. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es am Sonntag, es gebe keine neuen Erkenntnisse. Aber man bemühe sich „Tag und Nacht“, sagte ein Sprecher.

Die seit Jahren in der humanitären Irak-Hilfe engagierte Osthoff war am 25. November bei einer Überlandfahrt von Bagdad nach Arbil (Erbil) im Nordirak verschleppt worden. Die Entführer fordern von der deutschen Regierung, die Zusammenarbeit mit dem Irak einzustellen.

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