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D: Kindermörder verweigert Aussage

Der mutmaßliche Mörder des neunjährigen Mitja will sich zunächst nicht zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen äußern. Ein härteres Vorgehen gegen Sexualstraftäter wird gefordert.

„Der Verdächtige hat angegeben, von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch zu machen“, sagte ein Sprecher der Leipziger Polizei am Donnerstagabend. Dem 43 Jahre alten Uwe K. sei im Krankenhaus der Haftbefehl übergeben worden.

Der wegen Sexualdelikten mehrfach vorbestrafte Mann war in der Nacht zuvor vor eine Straßenbahn in Schkeuditz gesprungen und schwer verletzt worden. Er soll Mitja am Donnerstag vor einer Woche sexuell missbraucht und ermordet haben. Die Leiche des Kindes war in seiner Gartenlaube in Schkeuditz am Leipziger Stadtrand entdeckt worden.

Mit der Festnahme mehrten sich auch die Forderungen nach einem härteren Vorgehen gegen Sexualstraftäter. Bayerns Innenminister Günther Beckstein verlangte in der „B.Z.“ vom Freitag, gefährliche Triebtäter müssten eingesperrt bleiben, bis jede Rückfallgefahr gebannt sei. Es sei überfällig, dass man auch nachträglich eine zeitlich nicht begrenzte Sicherheitsverwahrung verhängen könne.

Die nordrhein-westfälische Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter forderte ein länderübergreifendes Täterregister. Sie lehnte allerdings im Gegensatz zum brandenburgischen CDU-Chef Sven Petke ab, diese Liste in einem „Online-Pranger“ im Internet zu veröffentlichen. Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, sprach sich dafür aus, Meldeauflagen und Therapieauflagen sowie eine Aufsicht durch Bewährungshelfer für Triebtäter in Betracht zu ziehen.

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