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D: Geplanter Neonazi-Anschlag

Nach dem geplanten Neonazi-Anschlag auf das jüdische Kulturzentrum in München ist die Mutter eines Beschuldigten zu 1350 Euro Strafe verurteilt worden.

Die 45-jährige Bürohilfe hatte unmittelbar nach der Festnahme ihres Sohnes am 10. September 2003 dessen Maschinenpistole und einen Revolver samt Munition im Garten vergraben, wo die Waffen tags darauf gefunden wurden. „Ich wollte meinen Sohn schützen“, verteidigte sich die Angeklagte am Donnerstag vor dem Münchner Amtsgericht.

Der 22-jährige Sohn gehört der rechtsextremen Kameradschaft Süd um den Neonazi Martin Wiese an. Diese rechtsextremistische Organisation soll während der Grundsteinlegung für das jüdische Kulturzentrum im vergangenen Herbst ein Sprengstoffattentat geplant haben.

Fünf Angehörige der Kameradschaft Süd sind inzwischen wegen Mitgliedschaft und Unterstützung einer terroristischen Vereinigung angeklagt worden, ein Prozesstermin ist nach Angaben des zuständigen Bayerischen Obersten Landesgerichts in München noch nicht festgesetzt. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe will nach Angaben vom Donnerstag „noch im Sommer“ Anklage gegen die mutmaßlichen Haupttäter Martin Wiese und acht weitere Verdächtige erheben. Zu diesen zählt der Sohn der jetzt verurteilten Bürogehilfin. Der 22-Jährige ist nach einem Teilgeständnis auf freiem Fuß.

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