D: Ein Toter bei orkanartigen Sturmböen

Bei Unwettern mit Sturmböen in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen ist ein Mensch ums Leben gekommen. Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 148 km/h wurden gemessen.

In Hameln wurde ein 71-jähriger Mann aus Bielefeld im Stadtzentrum von einem herabfallenden Ast getroffen und tödlich verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Weitere Menschen seien nicht zu Schaden gekommen.

Durch umstürzende Bäume und losgerissene Dachziegel entstanden Sachschäden und Verkehrsbehinderungen. Im Kreis Paderborn wurden Dächer beschädigt und Bäume umgerissen. Mehrere Autos wurden durch abgebrochene Äste beschädigt. Auch im Großraum von Paris hielten starke Sturmböen am Samstag die Feuerwehr in Atem.

Die Essener Feuerwehr rückte wegen des Sturms nach eigenen Angaben insgesamt zu 28 Einsätzen aus. Drei entwurzelte Bäume fielen an verschiedenen Orten auf Oberleitungen der Straßenbahn. In einem Stadtteil stürzte eine rund 15 Meter hohe Linde auf die Rückseite eines Mehrfamilienhauses. Eine Spezialfirma und zehn Feuerwehrleute sicherten und zerkleinerten den Baum.

In Hessen wüteten orkanartige Sturmböen insbesondere im Gebiet von Gießen. Ein entwurzelter Baum blockierte die Autobahnausfahrt der A5 bei Reiskirchen. Der Sturm wurde von starken Regen- und Graupelschauern begleitet. Auf dem Brocken und dem Fichtelberg wurden am Samstag Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 148 Stundenkilometern gemessen.

Am Sonntag beruhigte sich zumindest im Flachland das Wetter. Besonders in den höheren Lagen zwischen Weserbergland und Erzgebirge sollte es nach Angaben des Wetterdienstes wetter-online jedoch auch im Tagesverlauf weiterhin stürmischen Wind mit organartigen Böen geben.

In der französischen Hauptstadt Paris rückte die Feuerwehr am Samstag mehr als 350 Mal aus, wie ein Sprecher sagte. Nach heftigen Sturmböen am Nachmittag gingen tausende Notrufe auf den Wachen ein. Allein im Stadtzentrum wurden demnach über einhundert Einsätze gezählt. Nach Angaben aus der Präfektur gab es jedoch keine Verletzten oder größere Sachschäden. Öffentliche Parks, darunter die Tuilerien im Stadtzentrum, wurden bereits am frühen Nachmittag aus Sicherheitsgründen geschlossen. Auch in anderen Landesteilen Frankreichs, etwa in der Normandie, war die Feuerwehr am Nachmittag im Dauereinsatz.

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