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D: Anklage gegen Mutter

Im Fall eines mit Rotkraut erstickten Kleinkindes in Kaiserslautern hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Der Mutter des kleinen Justin und ihrem Lebensgefährten werde Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen.

So hieß es Mittwoch. Die 24-Jährige soll den 17 Monate alten Buben zu Weihnachten derart mit Rotkraut voll gestopft haben, dass er zehn Tage später starb.

Ihr Freund habe tatenlos zugesehen. Dem Paar, das seit Ende Dezember in Untersuchungshaft sitzt, drohen 15 Jahre Haft. Die 24-Jährige und ihr Freund bestreiten nach Angaben der Staatsanwaltschaft, das Kind misshandelt zu haben. Sie hätten erklärt, Justin habe beim Füttern mit Rotkraut aus für sie unerklärlichen Gründen plötzlich keine Luft mehr bekommen.

Der kleine Bub war am 4. Jänner an einem durch Sauerstoffmangel ausgelösten Hirnversagen gestorben. Ihm war nach Auffassung der Staatsanwaltschaft das Kraut derart gewaltsam in Mund und Kehle gepresst worden, dass Atemwege und Lunge völlig verstopft waren. Das Kind habe keine Luft mehr bekommen.

Die Staatsanwaltschaft geht weiter davon aus, dass die Angeklagten das Kind wenige Tage vor Weihnachten entweder in eine kochend heiße Flüssigkeit oder auf eine heiße Herdplatte setzten: Die Ärzte hätten eine schwere Brandverletzung entdeckt, als Justin ins Krankenhaus eingeliefert worden sei. Außerdem seien an Kopf und Körper zahlreiche Blutergüsse, verkrustete Wunden und Kratzspuren gefunden worden.

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