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Cruz und Kasich bilden bei US-Vorwahlen Anti-Trump-Allianz

Auch Ted Cruz ist höchst umstritten
Auch Ted Cruz ist höchst umstritten
Die abgeschlagenen parteiinternen Rivalen von Donald Trump wollen mit einer Allianz einen Sieg des Milliardärs bei den US-Vorwahlen der Republikaner verhindern. Senator Ted Cruz und Gouverneur John Kasich kündigten am Sonntag an, sich bei mehreren anstehenden Abstimmungen nicht ins Gehege kommen zu wollen.


Ziel der beiden Republikaner ist es, dass Trump die Schwelle von 1237 Delegiertenstimmen verfehlt, die ihn automatisch zum Kandidaten ihrer Partei machen würden. Stattdessen soll die Entscheidung beim Parteitag der Republikaner im Juli mit einer Kampfabstimmung fallen.

Trumps Kritiker unter den Republikanern fordern seit Wochen, dass sich Cruz und Kasich verbünden. Deren neue Allianz sieht vor, dass Kasich bei den Abstimmungen in Indiana Cruz den Vortritt lässt, während dieser sich dann in Oregon und New Mexico zurückhält. Kasich will sich zudem mehr auf die Vorwahlen im Westen des Landes konzentrieren. Die Abstimmungen in den genannten Bundesstaaten finden im Mai und Juni statt. Die nächsten Vorwahlen am Dienstag sind in Pennsylvania, Maryland, Delaware, Connecticut und Rhode Island, die alle im Nordosten liegen.

Kasich Wahlkampfteam erklärte, Ziel sei es, einen “offenen Parteitag” im Juli in Cleveland zu erzwingen. Bei den Abstimmungen auf einer solchen “contested convention” könne dann ein Kandidat gekürt werden, der die Partei einigen und zum Sieg über die Demokraten führen könne. Das Team von Cruz warnte, ein Sieg für Trump bedeute eine Niederlage für die Republikaner bei der eigentlichen Wahl im November. Trump nannte die Allianz auf Twitter ein Zeichen der Verzweiflung – “DESPERATION” schrieb er in Blockbuchstaben. Seine Gegner seien “mathematisch tot”, was die Nominierung angehe, und ihre Geldgeber entsprechend unglücklich. “Traurig!”

Auf dem Parteitag der Republikaner sind die Delegierten im ersten Wahlgang an das Ergebnis der Abstimmungen aus ihren Bundesstaaten gebunden. Trump ist faktisch mit bisher etwa 840 Delegierten der einzige der drei Bewerber, der noch auf diese Weise sofort gewinnen könnte. Für Cruz und Kasich bleibt nur die Hoffnung auf weitere Wahlgänge: Viele Bundesstaaten stellen ihren Delegierten dann die Entscheidung für einen Kandidaten frei. Einen solchen offenen Parteitag hat es in den USA seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben.

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