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Creutzfeld-Jacob-Verdacht in Wien

In Wien wird derzeit eine Patientin, die am 27. März in der Wiener Krankenanstalt Rudolfstiftung neurochirurgisch versorgt wurde, mit Verdacht auf Creutzfeld-Jacob-Krankheit behandelt.

Die Frau wird seit April am Rosenhügel postoperativ nachbehandelt. Vor wenigen Tagen traten erstmals Symptome auf, die auf diese Krankheit hinweisen könnten, informierte der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) Mittwochabend in einer Aussendung.

Seit Dienstagabend liegen die Ergebnisse einer sofort durchgeführten Spezialuntersuchung vor, diese hätten den Verdacht auf die lebensgefährliche Nervenkrankheit erhärtet. Die Patientin ist am Leben, ihr Zustand sei allerdings „Besorgnis erregend“, hieß es in der Aussendung.

Der KAV habe sofort die notwendigen Überprüfungen und Maßnahmen veranlasst und den neurochirurgischen OP-Bereich in der Rudolfstiftung gesperrt. Die operative Versorgung werde jedoch weiterhin gewährleistet, so der KAV. Durch OP-Verlagerungen könne es allerdings derzeit zu geringfügigen Verzögerungen bei vorgeplanten Operationen kommen. Es gebe jedoch keine Beeinträchtigung bei der Akutversorgung.

Seit der Operation der Patientin wurden in dem betroffenen Operationssaal 63 PatientInnen operiert. Für sie bestehe laut den Experten jedoch kein erhöhtes Risiko, Nachkontrollen seien aber erforderlich. Betroffene Patienten werden von der KAV informiert.

Bei der Creutzfeld-Jacob-Erkrankung handelt es sich um eine Prionen-Erkrankung des Zentralnervensystems. Sie ist extrem selten. Ihre Häufigkeit liegt bei etwa einem Fall pro eine Million Menschen und Jahr. Das Leiden kann spontan oder familiär gehäuft auftreten. Darüber hinaus gibt es seit Jahren vor allem in Großbritannien eine neue Variante, die auf den Konsum von BSE-kontaminiertem Fleisch zurückgeführt wird. BSE ist die beim Rind auftretende Form solcher Erkrankungen. In Österreich war der Ausbruch dieser Art der Erkrankung bisher noch nie der Fall.

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