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Crash auf A2: Ein Bild des Horrors

Paradeiser, Nudeln, ein Jausenweckerl und unzähliges Gepäck lagen auf der Südautobahn (A2) zwischen der Abfahrt Feldkirchen-Flughafen und Graz Ost in Richtung Wien - daneben auf der Böschung ein ausgepackter Verbandskasten.

Mit diesem konnte jenen drei toten Ukrainern, die zwischen dem herausgeschleuderten Inhalt des kurz davor verunfallten Kleinbusses lagen, nicht mehr geholfen werden.

Durch den Crash wurde das gesamte Gepäck aus dem Transporter auf der Autobahn verstreut. Polizisten und der Räumtrupp warteten kurz vor 9.00 Uhr – eine Stunde nach dem verhängnisvollen Auffahrunfall – auf den Distriktsarzt, der offiziell den Tod der drei Ukrainer feststellen musste. Minuten verstrichen und die Sonne heizte den Asphalt schon in den Morgenstunden stark auf. Die Exekutive packte die Mineralwasserflachen aus und verteilte sie an die Helfer.

Auch im Stau hinter dem Unfall stiegen Lenker aus und suchten neben dem Pannenstreifen an der Böschung nach Schatten. Es roch sauber, nach Waschpulver: Wie sich herausstellte, waren einige Behältnisse davon im Gepäck der Verunglückten, die geborsten waren und deren Inhalt sich über die Autobahn verteilte.

Ein Sprecher der Autobahngesellschaft Asfinag teilte den Journalisten mitten zwischen den zerquetschten Paradeisern und Spaghetti mit, dass das Wasser für die im Stau steckenden Personen bereits bestellt war. Nachdem die Polizei aber den Pannenstreifen freigegeben hatte, konnte der Verkehr durchgeschleust werden. Einige hatten zwei Stunden gewartet und waren an diesem Tag sicher zu spät zur Arbeit oder sonstigen Terminen erschienen.

Einer Lenkerin dürften die schrecklichen Blicke beim Vorbeifahren nicht genug gewesen sein: Sie packte ihr Handy aus und wollte aus dem Auto heraus fotografieren. Ein Polizist winkte die jüngere Frau sogleich zur Seite und stellte ihr ein Organstrafmandat aus.

Gegen 10.00 Uhr am inzwischen glühenden Asphalt gab schließlich der Arzt die Leichen frei zum Abtransport und der Räumtrupp griff zu den Besen. Schnell war ein Anhänger mit Schuhen, Musik-CDs und Taschen aus dem verunglückten Fahrzeug voll. Die drei Toten wurden aus den Trümmern geborgen und in Särgen abtransportiert.

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