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Covid-19: So geht es mit den Impfungen im Ländle weiter

©VLK
Gemeinsam mit Ärztekammer-Vizepräsident Burkhard Walla präsentierten Landeshauptmann Markus Wallner und Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher am Freitag den aktualisierten Impfplan des Landes.

Derzeit sind von den 332.000 Impfberechtigten rund 85.000 zumindest einmal geimpft. Insgesamt haben sich 166.600 Personen angemeldet, also nur etwa 50 Prozent. Bis Ende Mai könnten die derzeitigen Vormerkungen damit bereits so gut wie abgearbeitet sein.

Britische Variante dominant

Man wolle daher nun vor allem auch die Jüngeren zu einer Anmeldung bewegen, so Rüscher. Erreichen will man die Bevölkerung über die Impfkampagne, über Mundpropaganda und die Hausärzte. Auch in Vorarlberg liege der Anteil der britischen Variante nun bei nahezu 100 Prozent, daher brauche man für eine Herdenimmunität eine Durchimpfung praktisch aller Vorarlberger Impfberechtigten, betonte Rüscher.

>>Hier für die Impfung anmelden<<

Landeshauptmann Wallner begrüßte bei der Pressekonferenz zum Vorarlberger Impfplan die vorzeitigen Lieferungen von Biontech/Pfizer. Aus der vorgezogenen Liefermenge erhalte Vorarlberg 40.000 Dosen. Man gehe weiter vom Eintreffen größerer Lieferungen in den kommenden Wochen aus, auf diese sei man sehr gut vorbereitet. Daher müsse sich die Bevölkerung nun rasch anmelden, vor allem die Über-50-Jährigen. Denn nun kämen "Chancenwochen des Impfens".

Aktualisierter Impfplan

Phase 1

Die Priorisierung gemäß Impfplan sah in der Phase 1 insbesondere Impfungen für Personen mit erhöhtem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs sowie für Personal im Gesundheitssystem vor. Diese Phase ist überwiegend abgeschlossen.

Phase 2

In der aktuell laufenden Phase 2 werden insbesondere folgende Personengruppen geimpft: Personen über 65 Jahren, Personen unter 65 mit Vorerkrankungen (Risikopatient:innen), Personen, die im Bildungsbereich tätig sind, 24-Stunden-Betreuerinnen, Gesundheitsberufe mit niedrigerem Expositionsrisiko sowie Sicherheit und Rettungsorganisationen: Diese Phase soll bis Ende April überwiegend abgeschlossen werden.

Phase 3

Noch im April wird parallel mit Phase 3 gestartet: Statt „Priorisierungen“ wird in dieser Phase mit „Kategorisierungen“ gearbeitet. Dort erhalten insbesondere folgende Personengruppen eine Impfeinladung: über 50-Jährige (absteigend nach Alter), Personen mit beruflich bedingter grenzüberschreitender Tätigkeit, Krisenstäbe, Landes- und Gemeindebedienstete und Personen mit Kundenkontakt.

Dabei wird der Impfstoff aufgeteilt: der Großteil wird für die Einladung aller vorgemerkten Personen absteigend nach Alter eingesetzt, ein etwas kleinerer Teil wird für die Abarbeitung der kategorisierten Gruppen – ebenfalls absteigend nach Alter – eingesetzt. Sind die über 50-Jährigen geimpft, geht es sofort weiter mit den jüngeren Personen, die sich vorgemerkt haben. Dieses Wochenende sind alle Impftermine vergeben.

Fortlaufend werden Personen aus den Phasen 1 und 2, die sich verspätet vormerken, zur Impfung eingeladen.

Impfungen in Ordinationen

Ab der kommenden Woche startet ein Pilot in fünf Ordinationen im Land. Die beteiligten Praxen befinden sich in den Talschaften Lech, Klostertal, Montafon, Bregenzerwald und im Leiblachtal. So kann einigen Impfwilligen die längere Anfahrt in eine der fünf Impfstraßen erspart werden.

„Eine Ausrollung auf alle Ordinationen ist aber erst geplant, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht und der Zeitfaktor der Impfungen nicht mehr so entscheidend ist wie derzeit“, sagte Burkhard Walla. Die ersten Impfungen sind ab nächster Woche möglich, pro Praxis sind 100 Impfungen in der ersten Woche geplant. Die Ordinationen arbeiten nach demselben Prinzip wie die Impfstraßen.

(VLK)

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