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Coronavirus: Slowenien lockert Einreiseregeln

Slowenien: Keine ständigen Einreisekontrollen zu Österreich, Italien und Ungarn.
Slowenien: Keine ständigen Einreisekontrollen zu Österreich, Italien und Ungarn. ©APA/ANDREAS STANGL
In Slowenien gibt es seit zehn Tagen keine ständigen, coronabedingten Grenzkontrollen für die Einreise aus Österreich, Italien und Ungarn mehr, obwohl die Einreisebestimmungen in Form von negativem Test bzw. Quarantänepflicht nach wie vor gelten.

Nach der neuen Regelung kann man von dort aus über alle Grenzübergänge - auch kleinere - nach Slowenien einreisen. Kontrolliert wird nur stichprobenartig.

Slowenien lockert Einreise

Mit den Lockerungen des Grenzregimes schlägt Slowenien im Vergleich zu anderen EU-Ländern, die wegen der hochinfektiösen Virusvarianten die Grenzkontrollen verschärft haben, die umgekehrte Richtung ein. Das slowenische Innenministerium erklärte auf APA-Anfrage nicht, was die Gründe dafür seien. Auf die Frage, ob man sich keine Sorgen mache, dass durch lockerere Kontrollen neue Virusvarianten aus dem Ausland ins Land getragen werden könnten, hieß es: Dies stehe derzeit "nicht im Hauptfokus".

"In der jetzigen Situation, wo alle Nachbarländer ein wesentlich besseres epidemiologisches Bild als Slowenien abgeben und zugleich einzelne Maßnahmen ergreifen (Österreich mit der Tirol-Ausreisesperre) und die Einreise in ihre Länder einschränken, liegt der Hauptfokus nicht beim Hereintragen des Virus aus dem Ausland", teilte das slowenische Innenministerium der APA mit. Sollte sich daran etwas ändern, werde man die Einreiseverordnung entsprechend ändern.

Bis 12. Februar war Einreise nach Slowenien beschränkt

Bevor das Grenzregime mit 13. Februar geändert wurde, war an den Schengen-Binnengrenzen die Einreise nach Slowenien auf die größeren Grenzübergänge beschränkt. Es gab ständige Kontrollen. Aus Österreich konnte man nur über drei Punkte einreisen; lediglich österreichische und slowenische Bürger durften auch kleinere Grenzübergänge benützen. Per neuer Verordnung wurden die Kontrollpunkte, wie die Grenzübergänge an den Schengen-Binnengrenzen bezeichnet werden, abgeschafft.

Die Polizei sei an den Kontrollpunkten derzeit nicht ständig präsent, so das Innenministerium in Ljubljana. Stichprobenartige Kontrollen gebe es auch im Landesinneren. Von den Polizeibehörden hieß es, dass die Exekutive an den Grenzübergängen "gelegentliche Kontrollen" durchführe.

Keine Kontrollen an den Grenzen?

Slowenische Twitter-Nutzer hatten zuvor berichtet, dass sie bei der Einreise aus Österreich oder Italien nicht kontrolliert worden seien. Sie hätten auf der slowenischen Seite niemanden vorgefunden, dem man das negative Testergebnis vorzeigen hätte können bzw. der einem die Pflichtquarantäne verordnet hätte. "Obwohl die Kontrollpunkte an den Binnengrenzen abgeschafft wurden, gilt nach wie vor, dass jede Person - ungeachtet, wo und wie sie einreist - die Einreisebestimmungen erfüllen muss", betonte das slowenische Innenministerium. Das Ministerium appellierte an ein "verantwortliches Handeln" aller, die aus dem Ausland einreisen.

An der Grenze zu Kroatien kontrollieren die slowenischen Behörden weiterhin durchgehend. Zwischen Slowenien und Kroatien verläuft eine Schengen-Außengrenze, zumal Kroatien bisher nicht dem an sich grenzkontrollfreien, europäischen Schengen-Raum angehört, Slowenien wie Österreich aber schon.

(APA/Red)

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