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Coronapositive Frau soll Polizisten gefährdet haben

Die Frau wurde zu einer Geldstrafe von 5.400 Euro verurteilt.
Die Frau wurde zu einer Geldstrafe von 5.400 Euro verurteilt. ©VOL.AT/Paulitsch
Eine 31-jährige Frau ist am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch verurteilt worden, weil sie als Coronapositive bei einer Quarantänekontrolle Polizisten angeschrien haben soll.

Laut der Staatsanwaltschaft hat die Frau, die keine Maske trug, die Beamten damit der Gefahr einer Infektion ausgesetzt. Sie wurde zu einer Geldstrafe von 5.400 Euro verurteilt, die Hälfte davon unbedingt, berichtete ORF Vorarlberg am Freitag. Beide Gerichtsparteien nahmen das Urteil an.

Frau riss sich Maske vom Gesicht

Die Frau hatte im Juli 2020 Besuch von der Polizei bekommen, nachdem Nachbarn die Behörden informiert hatten, dass die Frau ihre Wohnung trotz Corona-Infektion und Quarantäne-Bescheids verlasse und so andere gefährde. Eine Kontrolle durch vier Beamte dürfte dann etwas aus dem Ruder gelaufen sein: Nach Aussagen der Polizisten reagierte die Frau aggressiv, riss sich die Maske vom Gesicht und schrie die Beamten an. Zudem wollte sie die Wohnungstür zudrücken. Das legte ihr die Anklagebehörde als Widerstand gegen die Staatsgewalt und vorsätzliche Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten aus.

Zu einem ersten Gerichtstermin Ende Dezember erschien die Angeklagte unentschuldigt nicht, am Freitag konnte der Prozess stattfinden. Die Frau soll vor Gericht angedeutet haben, dass die Polizisten nicht die Wahrheit sagten, woraufhin sie der Richter vor einer Verleumdung warnte. Dass die 31-Jährige Gewalt gegen die Beamten ausübte, war ihr laut Gericht nicht nachzuweisen, weshalb sie einer Strafe wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt entging. Sowohl die Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft sollen das Urteil akzeptiert haben.

(APA)

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