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Corona-Impfstoff eines US-Labors wirkt bei Menschen

Die wichtigste Phase des klinischen Tests soll im Juli über die Bühne gehen.
Die wichtigste Phase des klinischen Tests soll im Juli über die Bühne gehen. ©APA
Das US-Biotech-Unternehmen Moderna hat von "positiven Zwischenergebnissen" in der ersten Phase klinischer Tests eines möglichen Impfstoffs gegen das Coronavirus berichtet. Der mit der US-Gesundheitsbehörde NIH entwickelte Impfstoff mRNA-1273 habe bei acht von 45 Studienteilnehmern eine Immunreaktion hervorgerufen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Diese ähnelte demnach der Reaktion infizierter Menschen auf das Virus.
Verschwörungstheorien rund um Impf-Thema

Washington. "Obwohl sie als vorläufig zu betrachten sind, zeigen die Zwischenergebnisse der ersten Phase, dass eine Impfung mit mRNA-1273 eine Immunreaktion in der gleichen Größenordnung auslösen kann, wie sie durch eine natürlich ausgelöste Infektion hervorgerufen wird", erklärte Tal Zaks, medizinischer Leiter von Moderna. Die vollständigen Ergebnisse der ersten Phase der klinischen Tests sind jedoch noch nicht bekannt.

Eine halbe Milliarde Dollar investiert

Das Unternehmen realisiert die klinische Studie gemeinsam mit der Gesundheitsbehörde NIH. Die US-Regierung investierte fast eine halbe Milliarde Dollar in das Forschungsprojekt. Drei Gruppen aus jeweils 15 Teilnehmern erhielten in der ersten Phase drei verschiedene Dosen des Impfstoffs. An der zweiten Phase, die den Angaben zufolge demnächst beginnt, soll voraussichtlich eine größere Zahl von Menschen teilnehmen

Wichtigste Phase des klinischen Tests im Juli

Die dritte sowie letzte und wichtigste Phase der klinischen Tests soll im Juli beginnen. Sie ist ausschlaggebend für eine mögliche Anerkennung der Wirksamkeit des Impfstoffs. Laut Moderna ergaben zusätzliche Tests an Mäusen, dass der Impfstoff eine Verbreitung des Virus in den Lungen der Mäuse verhindert.

Bisher gibt es weltweit keinen zugelassenen Impfstoff gegen das Virus Sars-CoV-2, das die Lungenkrankheit COVID-19 auslöst.

EU-Agentur: Corona-Impfung frühestens in einem Jahr

Trotz der guten Nachricht aus Amerika: Einen Impfstoff gegen das Coronavirus wird es laut dem Generaldirektor der Europäischen Arzneimittelagentur, Guido Rasi, frühestens in einem Jahr geben. Selbst dann werde es nicht genug Dosen für die gesamte Bevölkerung geben, sagte Rasi am Montag zu EU-Parlamentariern. Ein koordiniertes Vorgehen auf europäischer Ebene werde von zentraler Bedeutung sein, um diejenigen zu identifizieren, für die ein Sars-CoV-2-Impfstoff den größten Nutzen hat.

"Wir werden einen ganzheitlichen Ansatz haben müssen, um den ersten Verteidigungsring in der allgemeinen Bevölkerung zu schaffen", sagte er.

Faire Verteilung von Corona-Impfstoff auf WHO-Tagesordnung

Im Zuge der Suche nach einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus fordern Dutzende Staaten eine bezahlbare Lösung für alle Länder der Welt sowie eine faire Verteilung von Wirkstoffen. Das ist am Dienstag Thema bei der Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Den 194 Mitgliedsländern liegt bei ihrem virtuellen Treffen eine entsprechende Resolution vor, die auch die Europäische Union unterstützt. Darin werden Patent-Regeln gefordert, die die Produktion eines Impfstoffs in aller Welt ermöglichen. Noch existiert kein solcher Impfstoff. Mehr als 100 mögliche Wirkstoffe werden derzeit getestet. Ob einer davon noch in diesem Jahr auf den Markt gebracht werden kann, gilt als fraglich.

(APA)

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