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Corona-Impfkampagne in Großbritannien begonnen

Die erste geimpfte Person, Margaret Keenan, 90 Jahre alt
Die erste geimpfte Person, Margaret Keenan, 90 Jahre alt ©Jacob King/Pool via AP)-APA Erste geimpfte Person, Margaret Keenan, 90 Jahre alt ©APA-AFP-Pool-Jacob King
Großbritannien hat als erstes westliches Land eine Impfkampagne gegen das Coronavirus gestartet. Die erste Spritze erhielt die 90-jährige Großmutter Margaret Keenan.

Großbritannien hat als erstes westliches Land eine Impfkampagne gegen das Coronavirus gestartet. Den Anfang machte die 90-jährige Großmutter Margaret Keenan: Sie erhielt Dienstagfrüh um 07.31 Uhr (MEZ) in Coventry die Spritze mit dem Wirkstoff der Pharmaunternehmen Pfizer und Biontech.

Keenan bekam das Pfizer-BioNTech COVID-19 Vakzin geimpft - Foto: Jacob King/Pool via AP-APA

"Ich fühle mich privilegiert"

Keenan ist der erste Mensch, der außerhalb einer klinischen Studie das Medikament bekam, auf dem die Hoffnungen zur Eindämmung der Pandemie liegen. "Ich fühle mich unglaublich privilegiert die erste Person zu sein, die gegen Covid-19 geimpft wird", sagte die Seniorin.

"V-Day" in UK

Sie nennen es "V-Day": Eine Woche nach der Zulassung eines Corona-Impfstoffs werden in Großbritannien die ersten Impfungen verabreicht. Die erste Spritze erhielt am Dienstagmorgen eine knapp 91-Jährige in einem Krankenhaus in Coventry. Sie fühle sich sehr bevorzugt und betrachte die Impfung als vorzeitiges Geburtstagsgeschenk, sagte Margaret Keenan. Sie könne demnächst seit fast einem Jahr wieder Freunde und Verwandte treffen.

In Anlehnung an den "D-Day" - den Tag der Landung der Westalliierten im von Deutschland besetzten Frankreich am 6. Juni 1944 - wurde der Beginn der Impfungen am Dienstag immer wieder als "V-Day" bezeichnet. Das "V" steht für "vaccination" (Impfung).

Diese Personengruppen bekommen die ersten Impfungen

Gleichzeitig baten die Behörden die Öffentlichkeit um Geduld. Die meisten müssten noch einige Zeit auf eine Impfung warten. Die ersten 800 000 Dosen sollten für Impfungen von besonders gefährdeten Gruppen eingesetzt werden: Menschen über 80, die sich in Krankenhäusern befinden oder bereits Termine für Behandlungen haben - außerdem Mitarbeiter von Pflegeheimen.

Nur wer vom nationalen Gesundheitsdienst NHS kontaktiert wird, um einen Impftermin auszumachen, ist für die erste Impf-Offensive vorgesehen. Die Mehrheit der Briten muss warten, bis im kommenden Jahr genügend Dosen vorhanden sind, um das Programm auszuweiten. "Ich glaube nicht, dass die Menschen in den kommenden Tagen irgendwas erwarten sollten", sagte NHS-Providers-Geschäftsführer Chris Hopson. Die Realität sei, dass die überwältigende Mehrheit erst später geimpft werden könne - etwa "im Januar, Februar, März", sagte er. Einen Anruf erhalten hat bereits Hari Shukla aus Newcastle. "Ich war sehr aufgeregt, mitzumachen und daran teilzunehmen", sagte er

Großbritannien ist in Europa mit über 61.000 Toten das von der Lungenkrankheit Covid-19 am stärksten betroffene Land. Es hat noch vor anderen europäischen Ländern und den USA das Pfizer/Biontech-Medikament für Massenimpfungen zugelassen.

Erste Impfung in Österreich auch nur mehr eine Frage der Zeit

Auch Impfungen anderer Konzerne stehen in mehreren Ländern kurz vor Abschluss des Zulassungsprozesses. In Österreich sollen die Massenimpfungen ebenfalls bald beginnen. Alte Menschen, Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeheimen sowie das Personal in Notaufnahmen, in der Transplantationsmedizin und der Altenpflege sollen zuerst gegen das Coronavirus geimpft werden.

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(APA)

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