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"Corona Green Pass AUSTRIA": Warnung vor falscher App

Das Landeskriminalamt warnt vor einer falschen App, die derzeit in Umlauf ist.
Das Landeskriminalamt warnt vor einer falschen App, die derzeit in Umlauf ist. ©APA, VOL.AT/Hofmeister
Derzeit ist eine falsche App im Umlauf, die ein Zertifikat des "Grünen Passes" darstellen soll - die Polizei und das Gesundheitsministerium warnen! VOL.AT hat bei Harald Longhi, IT-Experte des Landeskriminalamts, nachgefragt.

"Uns sind verschiedene Formen von Fälschungen – welche online zu erwerben sind – Testbestätigungen, negative Tests, Covid-Absonderungsbestätigungen, ärztliche Bestätigungen zur Befreiung von der Maskenpflicht und nun auch der grüne Pass bekannt", bestätigt Harald Longhi, IT-Experte im Vorarlberger Landeskriminalamt, gegenüber VOL.AT.

Auch das Gesundheitsministerium bestätigt, dass es sich bei der "Corona Green Pass AUSTRIA" um eine ungültige Anwendung handelt. Diese hat nichts mit den den EU-konformen Zertifikaten des Grünen Passes in Österreich bzw. den EU Digital COVID Certificates zu tun. Die falsche App ist in Vorarlberg vereinzelt zur Anwendung gekommen, teilt die Landeswarnzentrale mit. Sie rät dringend ab, diese zu downloaden. Wer die App trotzdem nutzt, um sich Zutritt zu Gastronomie- und Freizeiteinrichtungen zu verschaffen, mache sich strafbar.

Kein Nachweis für 3-G-Regel

Diese App ersetzt keinesfalls die bereits bestehenden Nachweise über eine geringe epidemiologische Gefahr (3-G-Regel) und damit auch nicht die Zertifikate des Grünen Passes, auch wenn sie damit wirbt.

Diese falsche App wird mit mehreren, scheinbaren Vorteilen beworben, etwa der Mehrsprachigkeit oder einem vermeintlich hohen Schutz vor Missbrauch. Auch wird behauptet, dass diese App bereits offiziell getestet wurde. Die Behörden weisen darauf hin, dass bei der Eingabe persönliche Daten abgefragt werden, von denen nicht bekannt ist, wie diese verwendet werden. Vorsicht gilt auch bei der Nachweiskontrolle (beispielsweise in der Gastronomie). Von der Verwendung wird daher dringend abgeraten.

3 Fragen an Harald Longhi:

  • Gibt es bereits bekannte Fälle in Vorarlberg? Da der grüne Pass noch nicht ausgerollt wurde – es also offiziell noch keinen "grünen Pass" gibt – wurde so ein elektronischer grüner Pass noch nicht verwendet. Das wäre so, als wenn jemand einen 25.- Euro-Schein fälschen würde. Beim Grenzübertritt und dessen Kontrollen sind aber andere Fälschungen im Zusammenhang mit Bestätigungen, etc aufgefallen.
  • Mit der Nutzung der APP kann man sich auch strafbar machen - Welche Strafen drohen? Die Verwendung eines gefälschten Zertifikates – eines grünen Passes oder Testbestätigungen, etc können den Tatbestand der Urkundenfälschung erfüllen und werden an die Staatsanwaltschaft angezeigt. Die verwendeten Mobiltelefone sind dann Tatmittel und werden als Beweismittel sichergestellt und möglicherweise für verfallen erklärt.
  • Wie kann man sich vor solchen Fake-Angeboten schützen? Jeder der wissentlich auf ein derartiges Angebot eingeht, macht sich strafbar. Diejenigen die dann durch "Beiwerk" der App – möglicherweise einem Trojaner oder eine andere Schadsoftware betroffen sind, können weiteren Schaden (Telebanking / Onlinebestellungen) erleiden.

"Generell gibt es offizielle Seiten für den Download derartiger Bestätigungen und der Apps. Der Zugriff auf ELGA und andere personenbezogene Daten erfordert einen zertifizierten Zugang zu den Diensten der öffentlichen Verwaltung, wie Bürgerkarte oder Handy-Signatur", erklärt Longhi abschließend.

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(VOL.AT)

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