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Corona: Erdogan schickt Türkei in harten Lockdown

Recep Tayyip Erdogan
Recep Tayyip Erdogan ©Reuters
Die Türkei fährt angesichts steigender Infektionszahlen das öffentliche Leben bis Mitte Mai weitgehend herunter. 

 Ab Donnerstag werde es bis zum 17. Mai einen "vollen Lockdown" geben, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Montag. Die Bürger dürften bis auf wenige Ausnahmen nur zum Einkaufen oder zur medizinischen Behandlung ihre Wohnungen verlassen.

Alle Schulen geschlossen

Alle Schulen würden geschlossen und müssten auf Online-Unterricht umstellen, für Reisen zwischen unterschiedlichen Städten sei die Genehmigung der Behörden erforderlich. Während es in anderen Ländern Europas erste Öffnungen gebe, müsse die Türkei ihre Neuinfektionen senken, um nicht zurückzubleiben, sagt Erdogan.

Strenge Maßnahmen

Erdogan erklärte, ohne die strengeren Maßnahmen und eine Reduzierung der Neuinfektionen würden Tourismus, Handel und Bildung einen hohen Preis bezahlen. Ziel sei es, die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf 5000 zu drücken. Am Montag wurden mehr als 37 000 neue Fälle registriert. Die Fallzahlen sind vor allem in der Millionenmetropole Istanbul extrem hoch. Das Gesundheitsministerium teilte am Montag mit, die Sieben-Tage-Inzidenz liege dort bei rund 850 Fällen pro 100.000 Einwohner. Auch die westtürkische Provinz Canakkale ist stark betroffen. Die Türkei hat bisher Teil-Lockdowns verhängt, um die Corona-Pandemie einzudämmen und gleichzeitig die Wirtschaft nicht zu stark zu beschädigen.

38.700 Corona-Tote in der Türkei

Nach Lockerungen im März stiegen die Infektionszahlen wieder deutlich an. Aus dem Land mit 83 Millionen Einwohnern wurden bislang mehr als 4,6 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus und 38.700 Todesfälle gemeldet. Die Beschränkungen sollen für knapp drei Wochen in Kraft bleiben.

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